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Forum Pro Schwarzwaldbauern e.V. -
ab 12.3. 2006
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Home >Kultur
>Landwirt >ProSchwarzwaldbauern
>ProSchwarzwaldbauern2
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Eine Bauerndemo kommt mir immer so vor,
als ob Tausende von Besitzen von Tante Emma-Läden
für Aldi
demonstrieren.
Lutz Ribbe im Spiegel vom 23/2006
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Entmachtung der Dörfer stoppen
- Landfrust >Dorf (3.2.2012)
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Landwirtschaft unterscheidet sich von Handwerk und Industrie
>Proschwarzwaldbauern2 (3.2.)
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Drei Szenarien
nach Japan und Libyen - ökosozial >ProSchwarzwaldbauern2 (25.3.2011)
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Dioxin: Polarisierung bäuerlich - industriell oder bio - konventionell
hilft nicht >Bio (31.1.2011)
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Ernährung global: Der gentechnische oder der ökosoziale Weg? >Weihnachten1
(20.12.2010)
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Weltagrarbericht 2008 = Hermann Scheer 2000 >Agrotreibstoffe (18.10.2010)
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Leistung statt Hektar
fördern >Bergbauern1 (21.7.2010)
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Industrialisierung der Landwirtschaft rationalisiert Bauern weg >Landwirt6
(7.3.2010)
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Verarmte Bauern in Haiti, Werbung behindert, Biolandbau >Haiti (25.1.2010)
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Weihnachten 2009: Konsumrausch, Hunger, Ernährungssouveränität >ProSchwarz2
(20.12.09)
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Grünland vom
Auslauf- zum Zukunftsmodell >Bergbauern1 (1.7.2009)
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Neoliberale
Agrarpolitik ist nicht liberal >Landwirt5 (3.11.2008)
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Eine andere
Landwirtschaft ist möglich >Erntedank (2.10.2008)
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Betriebsprämie: Bauern-Neid oder soziale Ungerechtigkeit? >Landwirt5
(19.8.2008)
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Schwarzwaldberge lassen sich nicht wegrationalisieren >Bergbauern1
(24.7.2008)
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Schweinezyklus - Milchzyklus - Grünland als CO2-Speicher
>ProSchwarzwaldbauern2 (18.6.)
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Health
Check der EU-Agrarpolitik >ProSchwarzwaldbauern2 (27.5.2008)
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Milchquote -
Bergmilch >ProSchwarzwaldbauern2 (16.3.2008)
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Bäuerliche
oder industrielle Landwirtschaft? >ProSchwarzwaldbauern2
(17.1.2008)
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Junges Paar will zu seinen Wurzeln auf dem Land zurück
>ProSchwarzwaldbauern2 (20.12.)
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Klimawandel, Methanabgabe für Kühe, Echt Schwarzwald (2.9.07)
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Kopfbahnhof Ländliche Entwicklung - Freizeitpark
(30.7.2007)
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Muhammad
Yunus Kleinkredite - Idee auch für Bergbauern? (19.6.07)
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Doping der Wachstumslandwirtschaft (28.5.2007)
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EU-Agrarpolitik,
Bauern als Abzocker, Bioboom (25.3.2007)
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Bäuerliche Leistungen im Bergland - fünf Thesen
(5.3.2007)
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Warum verteidigen die Bauern nicht ihr Eigenes?
(10.2.2007)
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Weihnachtsgrüße (19.12.2006)
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Bäuerlich Wirtschaften -
in Fülle Leben!? (3.12.2006)
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Land lebt ökonomisch von der Stadt - Stadt ökologisch vom Land
(5.11.2006)
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Entdeck den Bauern in dir
- Offenhaltung (7.10.2006)
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Am Sonntag
in die Idylle und wochentags zum Discounter (27.8.06)
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MEPL, ELER und "andere
Landwirtschaft" (6.8.2006)
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MEKA - 30
Jahre Bauernstimme (25.6.2006)
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Vermesseritis, Unfaire Agrarsubventionen, Atommüll im Schwarzwald
(5.6.2006)
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Agrardumping, Regionalvermarktung
(7.5.2006)
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Tschernobyl,
Energiewirt, Gentechnik, Weidegras (23.4.2006)
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Aktuelles, Fakten und
Trends (9.4.2006)
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Aschermittwoch mit Martin Ott - Die Kuh lässt sich nicht globalisieren
(12.2.2006)
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Aktuelles ab
Januar 2005 >ProSchwarzwaldbauern1
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Forum Pro
Schwarzwaldbauern - Verein
Landwirtschaft unterscheidet sich von Handwerk und Industrie
Liebe Mitglieder, FreundInnen und GönnerInnen,
am letzten Samstag haben in Berlin über 20 000 Menschen für eine andere
Landwirtschaft demonstriert. Zur gleichen Zeit haben wir mit dem
österreichischen Kulturphilosophen Bernhard Heindl darüber diskutiert, ob
bäuerliche Arbeit noch Sinn macht? Er warnte vor dem Versuch bäuerlich
abzugrenzen, weil es sich um eine emotionale Ebene handle. Dennoch sieht er in
der Zukunft Sinn in der bäuerlichen Arbeit, wenn wir überzeugt sind, dass
Landwirtschaft sich von Handwerk und Industrie unterscheidet,
weil sie unmittelbar mit Natur und Jahreslauf zu tun hat. Wer Landwirtschaft auf
Produktion reduziert wie Industrie, setzt Natur und Gesellschaft aufs Spiel. Die
neudeutsch Multifunktion genannte Besonderheit der Landwirtschaft gilt es nicht
als Begründung für die Förderung zu benutzen, sondern wie im Weltagrarbericht
zur Grundlage bäuerlichen Denkens zu machen.
Dass bäuerliche Tätigkeit (Agri- Kultur ist, die an die Natur direkt Hand anlegt
und aus ihren Fehlern daraus auch unmittelbar lernt. Früher ergab sich der Sinn
dieser Arbeit direkt über die Nahversorgung der Hof- und Dorfbewohner. Heute
versperren die anonymen (Super-) Märkte mit ihren Normen und Zertifikaten diesen
Blick. Darin sieht Heindl nicht eine bäuerliche, sondern eine gesellschaftliche
Krise. Um zu einer neuen Agrikultur zu finden, gilt es die bäuerliche
Sesshaftigkeit zu entkrampfen, damit unsere Nachkommen ihr Leben auf den Höfen
neu kombinieren können.
Dass man kann kein Bauer sein kann, wenn man diese Tätigkeit nicht liebt. Sinn
als Grundlage dieser Liebe zum Beruf ist nicht dasselbe wie Geld. Ebenso stiften
bäuerliche Bilder im Marketing den Bauern selten Sinn. Vielmehr gilt es die
Kluft zwischen den romantischen (politischen) Sonntagsreden und dem neoliberalen
marktwirtschaftlichen Alltag zu erkennen und zu überwinden. Dazu gilt es,
Rückhalt zu zeigen für die sinnvolle bäuerliche Tätigkeit, die so viel
Sinnerfüllung und Selbstverwirklichung
ermöglicht.
Einladung zum Aschermittwochsgespräch
Dort setzen wir die Diskussion um die Bäuerliche Zukunft fort mit dem
erweiterten Thema: "Hoffnung auf eine nachhaltige Lebensqualität auf dem Land?"
am 22. Februar 2012 um 20 Uhr im Brigachhaus in St.Georgen-Brigach mit Konsulent
Fritz Ammer, ehem. Leiter der SPES-Zukunftsakademie
Schlierbach/OÖ . Unter dem Motto Nahversorgung ist Lebensqualität gehen seit
Jahren von der SPES-Zukunftsakademie wegweisende Impulse für die Ländliche
Entwicklung aus. Dazu laden wir ein und grüßen herzlich
3.2.2012, Siegfried Jäckle
Passender Lesetipp über das Buch Landfrust
Drei Szenarien nach
Japan und Libyen - ökosozial
Liebe Mitglieder, FreundInnen und GönnerInnen, bei unserem
Aschermittwochsgespräch erklärte uns Prof. Radermacher die Kernfrage des
Überlebens im 21. Jahrhundert: ob 2050 10 Mrd. Menschen auf
unserem Kulturniveau leben können? Wir leben nur so gut, weil wir die Armen
ausbeuten. Boden, Wasser und Energie werden knapp, Energie und Klima hängen
direkt zusammen. Zwar reden wir über Einsparungen (CO2), in Wirklichkeit aber
erhöht Wachstum unseren CO2-Ausstoß. In der Zwischenzeit erreichen uns fast
stündlich Nachrichten, wie verletzlich unsere globale Welt ist. Was im
Hightecland Japan geschehen ist, galt bisher als unvorstellbar! in Erdbeben mit
einem Tsunami hat nicht nur
das nördliche Japan verwüstet, sondern einen Atom-GAU ausgelöst. Dazu
kriegerische Auseinadersetzungen im Ölland Lybien. Eine neue Sintflut gegen die
(neoliberale) marktradikale Globalisierung? Die Zukunft entscheidet sich
systemisch (ganzheitlich), ist der Mathematiker
Prof. Radermacher überzeugt und sieht 3 Szenarien zum Überleben:
Szenario 1: Weiter so zum Kollaps
Weiter so beschwört einen Kampf ums Überleben mit brutalen Konflikten herauf.
Einen Kampf um Ressourcen (Erdöl, aber auch Boden und Wasser), gegen Umwelt- und
Klimazerstörung und mit Massenemigration. Ein Szenario nur für die militärisch
Mächtigsten?
Szenario 2: Brasilianisierung und Ökodiktatur
Dieses Szenario ist der aktuellen Entwicklung am nächsten. Der Mittelstand
blutet aus. Roboter ersetzen Arbeit. Wenige werden immer reicher, aber die
Massen ärmer. Je mehr Menschen arm werden, umso billiger muss Nahrung sein.
Bauern werden zu Tagelöhnern. Die Reichen sichern sich ihre Ressourcen zum
Überleben mit diktatorischen Maßnahmen. Ist die bisherige EU-Agrarpolitik ohne
Obergrenzen, aber mit immer mehr Auflagen und Kontrollen ein Vorgeschmack?
Szenario 3: Welt in Balance - als ökosoziale Perspektive
Nur wenn es gelingt, die Begrenzungen von Ressourcen und Umwelt global gerechter
zu regeln, ist eine friedliche Entwicklung vorstellbar. Bisher ist erst die
Wirtschaft global, die Politik aber noch national. Erste kleine Fortschritte in
diese Richtung sieht Radermacher. Dieses Szenario verspricht auch für die
Bauern bessere Zeiten. Dazu muss (kann) die Landwirtschaft gärtnerischer werden
und mit ihren Möglichkeiten intelligenter umgehen. Ökosozial ist mehr als öko
oder sozial, es ist die Balance zwischen Wirtschaft, Ökologie und Sozialem. Es
geht nicht um politische Lagerspiele. Es geht um die
eigentliche Aufgabe der Demokratie, um die gerechte Verteilung des Wohlstandes!
24.3.2011, Siegfried Jäckle
FAW/n, Ulm (
www.faw-neu-ulm.de ),
Ökosoziales Forum Europa ( www.oekosozial.at
),
Genisis-Instituts, Berlin (
www.genisis-institute.org )
Global Marshall Plan Initiative (
www.globalmarshallplan.org ).
 
Weihnachten 2009: Konsumrausch, Hunger, Ernährungssouveränität
Liebe Mitglieder, FreundInnen und GönnerInnen, Weihnachten naht. Mehr denn je
verbunden mit einem Konsumrausch, vor deren Folgen Gräfin Marion Dönhof in ihrem
Buch „Zivilisiert den Kapitalismus“ 1996 schon warnte: …Wenn jeder soviel wie
möglich produziert und konsumiert, dann ist angeblich für die Gemeinschaft das
Optimum erreicht. Aber der Zwang zur Gewinnmaximierung zerstört jede Solidarität
und lässt ein Verantwortungsbewusstsein erst gar nicht aufkommen… Blühte diese
Denkweise nicht auch schon zur Zeit Jesus Geburt unter den Römischen Herrschern?
Und ist darum aus dem erwartungsvollen Klimagipfel in Kopenhagen in den letzten
Tagen ein Gipfel der Bewegungslosen geworden? Es lebe der Schwarze Peter
kommentiert ihn Franz Alt unter:
http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=ab1c70c7586ms186
Weiter so ist keine Option
Zu diesem Ergebnis kommt auch der Weltagrarbericht (IAASTD), den 500
Wissenschaftler im Auftrag der UNESCO und der Weltbank erstellt haben. Der im
Frühjahr 2008 vorgestellte Bericht liegt nun in deutscher Sprache vor unter:
www.weltagrarbericht.de 58
Länder haben ihn unterzeichnet, (noch) nicht aber Deutschland! Warum wohl?
Hunger im Überfluss
Während in Europa die Landwirtschaft unter sinkenden Erlösen leidet, hungern
eine Milliarde Menschen auf der Welt. Weil unsere Überschüsse die lokalen Märkte
der Kleinbauern in der Dritten Welt ebenso wie das lokale Wissen um die
Ernährung zerstören fordert der Weltagrarbericht die Ernährungssouveränität,
d.h. jedes Land soll seine Ernährung selbst gestalten (können). Denn die
Überschüsse der industriellen Landwirtschaft beruhen auf fossiler Energie, auf
die wir am schnellsten verzichten werden müssen und die zudem das Klima
schädigt. Sie sind nicht nachhaltig.
Besinnung auf Ernährungssouveränität
Weil bäuerliche Landwirtschaft mehr erzeugt als Rohstoffe, fordert der
Weltagrarbericht, dass ihre Multifunktion für Heimat, Vielfalt, Geschmäcker und
Traditionen nicht länger ignoriert werden darf. Das gelte insbesondere für die
Wissenschaft, die infolge ihrer Privatisierung die globale Tretmühle der
Industrialisierung der Landwirtschaft antreibe. Das Agrarbündnis hat dieses
Thema aufgegriffen. Mehr unter
www.agrarbuendnis.de/fileadmin/Daten-%20KAB/AB-Pressemeldungen/PM__AgrarBuendnis_2009-10-13.pdf
Multifunktion und Effizienz der Berg- und Grünlandregionen entdecken
Die Berglandwirtschaft und die Grünlandregionen werden wie die Kleinbauern in
der Dritten Welt Opfer der globalen Tretmühle. Nur die Besinnung auf die
naturgemäße Erzeugung von Milch und Fleisch vom Grünland statt mit Kraftfutter
(dem Brot der Armen) kann der Ausweg sein. Mit der Erzeugergemeinschaft „echt
Schwarzwald“ sind Weichen in diese Richtung gestellt. Das Grünlandseminar an der
Ökostation in Freiburg am 11. November hat diese Richtung bestätigt. Mehr unter
www.oekostation.de/de/aktuell/news_.htm,170
Ein Lesetipp zur Besinnung auf das Land
Maria Mies: Das Dorf und die Welt, ISBN 978-3-89438-387-9, € 19,90
Besinnliche Weihnachten und ein Neues Jahr in diesem Sinn wünscht
Siegfried Jäckle, 20.12.2009
 
Schweinezyklus - Milchzyklus - Grünland als CO2-Speicher
Der Fußball hat die Milch in den Medien abgelöst.
Eigentlich müssten vor den Fernsehern jetzt alle aus Mitleid Milch statt Cola
trinken. Oder sollten Bauern nicht besser neidisch werden und darüber
nachdenken, warum und wie Cola es zum globalen Volksgetränk geschafft hat, bei
dem der Preis kein
Thema ist?
Zurück zum Schweinezyklus oder wie der freie Markt funktioniert: Aus meiner
landwirtschaftlichen Ausbildungszeit ist mir der Schweinezyklus in Erinnerung:
wenn das Angebot an Schweinen die Nachfrage übersteigt sinkt der Preis solange
bis das Angebot wieder zurückgeht. Wenn Schweine knapp werden steigt der Preis
wieder, die Bauern decken dann wieder Sauen damit es Ferkel gibt, die dann (als
zu viel) gemästete Schweine wieder den Preis sinken lassen. Um dem Volk dieses
auf und ab der Preise zu ersparen, regelte die Politik sie in der Vergangenheit
mit Vorratslagern (in der EU Intervention genannt), Zöllen und Exporthilfen.
Weil aber diese künstlichen Preise auch die Mehrproduktion anregen, kostete
diese Vorratshaltung immer mehr Geld, weshalb die Milch kontin-gentiert wurde.
Außerdem störte die Entsorgung der Überschüsse auf dem Weltmarkt die eigene
Versorgung der dritten Welt. In dieser Zwickmühle hat sich die Politik
entschlossen, den Markt wieder sich zu überlassen, was man neoliberal nennt.
Also zurück zum Schweinezyklus, zum Milchzyklus usw., nur keiner sagt's!
Im freien Markt wandert die Produktion an den günstigsten Standort: In einem
freien Markt können auf Dauer nur diejenigen Erzeuger überleben, deren
Produktionskosten unter dem Preis liegen. In der Landwirtschaft sind das
diejenigen, die an den ertragreichsten Standorten mit geringsten Aufwendungen am
rationellsten wirtschaften sowie von bessern Preisen am meisten profitieren.
Deshalb wurde im Schwarzwald schon der Anbau von Getreide und Kartoffeln
aufgegeben und auch die Schweinehaltung, obwohl es noch Schwarzwälder Schinken
gibt. Wird Schwarzwälder Milch bald auch nicht
mehr aus dem Schwarzwald stammen? Die EU hat diese Gefahr im Gesundheitscheck
erkannt. Wer aber wie die deutschen Agrarminister von der EU auch das Konzept
erwartet, beweist fehlende eigene Kreativität!
Den Mehrwert von Milch (und Fleisch) aus Gras erkennen! Obwohl die
Milcherzeugung in den letzen Jahrzehnten aus den Berg- und Grünlandregionen
abgewandert ist und Mais und Kraftfutter heute die überwiegende Futtergrundlage
bilden, könnte sich dieser Trend durch die knapper werdende Energie und den
Klimawandels ändern. Diese neuen Herausforderungen könnten die Milch- (und
Fleisch)erzeugung aus Gras wieder lukrativer machen, weil
* Milcherzeugung aus Gras weniger in Konkurrenz steht zur Bioenergieerzeugung
* Milch aus Gras die Ernährungsbasis erweitert auf das
vom Menschen nicht direkt nutzbare Grünland
* Grünland mit seinem höheren Humusgehalt der bessere CO2-Speicher ist
* Milcherzeugung auf Weiden die Energie-effizientere Art der Milcherzeugung ist
* Weidemilch einen wissenschaftlich belegten höheren Gesundheitswert besitzt
Wer aber soll daran Interesse haben, wenn nicht die Bauern in den Berg- und
Grünlandregionen?
Vorankündigung Bäuerinnenkabarett "Die Miststücke"
Am ersten Juliwochenende besucht uns die Österreichische Bergbauernvereinigung.
Ihr einzigartiges Bäuerinnenkabarett "Die Miststücke" wird am Samstag 5. Juli um
20 Uhr im Ev. Gemeindesaal in Tennenbronn auftreten. Bitte vormerken und
weitersagen!
Herzliche Grüße Siegfried Jäckle, Forum Pro Schwarzwaldbauern e.V.,
18.6.2008,
spittelhof@t-online.de
 
Health Check der EU-Agrarpolitik
Liebe Mitglieder, Freunde und Gönner,
am letzten Dienstag hat die EU-Kommission den
Legislativ-Entwurf für den Health Check (deutsch: Gesundheitscheck) der
Agrarpolitik vorgestellt
www.ec.europa.eu/agriculture/healthcheck/index de.
Analysiert man seinen Inhalt, so ist der Einfluss der großen Agrarbetriebe
unübersehbar. Für unsere Agrarpolitiker wahrlich kein Zeichen von großem
Einfluss. Oder nur von fehlendem Willen?
Um was geht es beim Health Check eigentlich? Um die künftigen Rahmenbedingungen
der Landwirtschaft in Europa und eben auch im Schwarzwald. Wer meint, daran sei
sowieso nichts zu machen und mit den Wölfen (Großen) gegen die EU heult, sollte
sich an die schmerzhaften Kürzungen bei bewährten Maßnahmen wie der
Ausgleichszulage und MEKA erinnern. Denn die wollte nicht die EU kürzen, sondern
Berlin und Stuttgart haben damit die von der EU bei den rationellen großen
Agrarbetrieben vorgeschlagene Betriebsprämienmodulation abgewendet. Das ist
keine Neiddebatte, sondern eine Frage sozialer Gerechtigkeit und Akzeptanz
landschaftlicher Leistungen. So betrachtet ergeben sich aus dem Health Check für
die Schwarzwaldbauern folgende Argumente:
Kontra für Schwarzwaldbauern ist:
der betonte Weltmarkt- und exportorientierte agrarpolitische Kurs mit
Preisdruck
dass steigende Lebensmittelpreise in Europa als Preiskrise bezeichnet werden
die geplante jährliche Aufstockung der Milchquoten
dass die Modulationspläne zur Stärkung der Ländliche Entwicklung halbiert wurden
Die geplante Untergrenze für Zahlungen
Pro für Schwarzwaldbauern ist:
die Absicht auf neue Herausforderungen zur reagieren (Klima, Energie,
Biodiversität, Wasser)
die Ausrichtung von neuen Maßnahmen auf Probleme in bestimmten Regionen/Sektoren
die Erkenntnis, Mutterkühe, Schafe und Ziegen nicht vom Grünland zu entkoppeln
(wie in D)
die progressive Modulation der Betriebsprämie für neue Herausforderungen (über
neuen Artikel 69)
den Milchmarkt 2011 erneut zu überprüfen
Was ist zu tun?
Bei der Mitgliederversammlung des Agrarbündnis (siehe auch beigefügte
Pressemitteilung) haben wir die Möglichkeiten analysiert und sind mit Umwelt-
Tierschutz- und Entwicklungsverbänden zur Erkenntnis gekommen, dass die Absicht
auf die neuen Herausforderungen zu reagieren gerade für Regionen wie den
Schwarzwald neue Perspektiven bringen könnte. Was fehlt sind intelligente Ideen,
die z.B. die Herausforderung des Klimawandels mit den Vorzügen des Grünlandes
und energiesparenden
Lowinputsystemen wie der Weide und regionalen Qualitätsprodukten verknüpfen. Da
derartige Ideen von oben nicht zu erwarten sind, gilt es von unten Druck für
diese zukunftsfähigen Themen zu machen. Denn wer nicht handelt wird verhandelt!
Termine für Schwarzwaldbauern: 3. Juni 2008 Gespräch mit einer
Bauerndelegation aus Mexiko. Dazu wird noch eine günstige
Übernachtungsmöglichkeit für 5 Personen gesucht. Das Programm folgt
kurzfristig.
Herzliche Grüße Siegfried Jäckle, Forum Pro Schwarzwaldbauern e.V.,
spittelhof@t-online.de

Milchquote - Bergmilch
Gegner glauben uns zu widerlegen, indem sie ihre
Meinung wiederholen und die unsere nicht achten!.
Johann Wolfgang von Göthe
Liebe Mitglieder, Freunde und Gönner,
im März 1984 wurde in der EU die Milchquotenregelung beschlossen. Die Debatten
um den Ausstieg in den letzten Wochen erinnern mich an den Winter 1983/84. Die
Ernüchterung ist damals mit den Quotenbescheiden im Mai gekommen. Denn die
zugeteilte Milchquote war kleiner als die bisher abgelieferte Menge. Über Formen
der Abgabe hat man schwadroniert, nicht aber darüber, ab welcher Menge sie
fällig wird. Über Nacht hieß das Zauberwort Härtefall, doch darauf waren weder
Politik noch Verwaltung vorbereitet. So führten die Härtefälle trotz oder mit
Milch(aufgabe)rente zu einem Bauchladen, der nicht nur den erwarteten besseren
Milchpreis verhinderte, sondern auch die Entsolidarisierung ganzer Dörfer nach
sich zog. Ist das denn alles schon vergessen?
Die Gewinner und Verlierer der Quotenregelung
Mit Blick auf die Quote wurde in Gunstlagen vor 1984 die Milcherzeugung gezielt
gesteigert über Aufstockung, Holsteinisierung der Herden, Silomaisanbau und
billigerem Kraftfutter. In weniger günstigen Lagen, wo die Natur der
Intensivierung Grenzen setzt, traf die Quote dann die Meisten ins
Mark, obwohl sie am Überschussproblem weniger beteiligt waren. Politiker und
Bauernfürsten versprachen den deshalb aufgebrachten Bauern die Ausweitung der
benachteiligten Gebiete, doch Berg- und Kerngebiete gehörten bereits dazu. Ist
die Debatte um den Quotenausstieg nicht alter Wein in neuen Schläuchen?
Oder wie die Milchkuh vom Grünland entkoppelt wurde!
Wer glaubte, die Quote würde die Leistungssteigerung in der Milcherzeugung
bremsen oder gar stoppen, fühlte sich nach wenigen Jahren getäuscht. Das
eingefahrene Fahrwasser der Hochleistungsstrategie wurde durch die 92er
Agrarreform mit Silomaisprämie und Verbilligung des Kraftfutters erst richtig
begünstigt. Die natürliche Futtergrundlage der Kuh, das Grünland verlor seine
Wettbewerbsfähigkeit. Landschaftspflege und Offenhaltung der Landschaft sind nur
Schlagworte dieser fatalen Entwicklung. Die Energieverknappung könnte diesen
Trend umkehren, aber erst wenn wir das
veraltete Leistungsranking überwinden, wie es Prof. Haiger und Martin Ertl am 9.
Februar beim Weidegespäch demonstriert haben.
Verschlafen wir den Megatrend Gesundheit?
Die Nachfrage nach Bioprodukten ist klares Zeichen, dass Konsumenten sich damit
einen Mehrwert für ihre eigene Gesundheit erhoffen. Mehr noch könnte Milch und
Fleisch aus Gras bieten mit dem nachgewiesenen höheren Gehalt an essentiellen
und gesundheitsfördernden Fettsäuren. Diese Chance ist für Bergregionen, wo nur
Gras wächst, neu und einmalig. Worauf warten wir?
Wie die Milch im Berggebiet Zukunft hat - Ergebnisse des Schweizer
Bergmilchprojektes
Die Schweizerische Hochschule für Landwirtschaft Zollikofen hat in 5 Bergtälern
die Folgen und Chancen der Milcherzeugung nach der Quotenregelung untersucht und
Strategien für die Zukunft der Wertschöpfungskette Milch im Berggebiet
erarbeitet. Zur Vorstellung der Ergebnisse durch Professor Bruno Durgiai aus
Zollikofen bei Bern laden wir herzlich ein am Donnerstag 27. März 2007 20 Uhr im
Gasthaus Engel in St.Georgen-Brigach.
16.03.2008
 
Bäuerliche oder
industrielle Landwirtschaft?
Liebe Mitglieder, FreundInnen und GönnerInnen,
wenn ich ab und zu mit dem Zug unterwegs bin zu Sitzungen oder Tagungen mit
unseren bäuerlichen FreundInnen, muss ich als Ländler gut aufpassen in den Zug
in die richtige Richtung einzusteigen. Je größer der Bahnhof und desto mehr
Reisende aus- und einsteigen, umso achtsamer muss man sein. Denn steigt man in
einen Zug, der in die falsche Richtung fährt, ist das nicht nur ärgerlich, das
Ziel ist (mind. in der geplanten Zeit) nicht mehr zu erreichen. Bei solchen
Richtungsentscheidungen fällt mir immer ein, welches Verwirrspiel sich unsere
Agrarpolitiker mit Bäuerinnen und Bauern um die Richtung ihrer Zukunft
erlauben.
Ziel: bäuerliche oder industrielle Landwirtschaft?
Bäuerlich steht für autonom (eigenständig) und bodenständig, modern würde man
vielleicht regional sagen. Genau mit diesen Argumenten machen Agroindustrie und
Supermärkte das Geschäft mit den Verbrauchern. Um die Verbraucher zu schützen,
zwingen sie die Politik und Verwaltungen zur immer
perfekteren Überwachung der Bauern. Warum will diesen Teufelskreis der
Industrialisierung der Landwirtschaft niemand begreifen?
Aufklärung statt Verschleierung
Mit dem Gesundheitscheck stellt die EU ihre gemeinsame Agrarpolitik selbst in
Frage. Deshalb gilt es jetzt den Schleier der Amigos (=Verstrickung von Politik
und Wirtschaft) zu lüften und mutig die bäuerliche Landwirtschaft, wie sie im
Schwarzwald schlussendlich nur möglich ist, in die Diskussion zu
bringen. Wir laden zu unseren nachfolgenden Versammlungen ein, wo wir diese
Thematik politisch, sprachlich und fachlich behandeln:
1. Was bringt der Gesundheitscheck der Agrarpolitik den Schwarzwaldbauern?
29. Januar 2008, 19:30 Uhr Löwen in Furtwangen-Schönenbach mit Lutz Ribbe
EURONATUR
Lutz Ribbe ist profunder und markiger Kenner der europäischen Agrarpolitik. Er
wird die Hintergründe der Kürzungen von Ausgleichszulage und MEKA offen legen
und Auswege mit dem EU-Gesundheitschek aufzeigen.
2. Bauern und Strukturwandel oder das Missverständnis Landwirtschaft
Aschermittwoch 6. Februar 2008, 20 Uhr Brigachhaus in St.Georgen-Brigach
Der Sozialwissenschaftler und Bauer Jacob Weiss aus Zürich sagt, es kann in der
Landwirtschaft erst besser werden, wenn wir anders darüber reden.
3. Milch und Fleisch aus Gras statt aus Kraftfutter!
9. Februar 2008 von ca. 9:30 bis 16:30 Uhr im Gasthaus Engel in Brigach
Bei unserem 3. Schwarzwälder Weidegespräch wird uns der Lebensleistungszüchter
Martin Ertl aus Kärnten beweisen, dass rentable Milcherzeugung ohne Kraftfutter
möglich ist und Prof. Dr. Alfred Haiger
aus Wien wird uns klar machen, warum dieser Weg für Bauern und Gesellschaft
besser ist. Dazu ein Lesetipp für alle, die politische Hintergründe besser
verstehen wollen: Das Politische ist persönlich, das persönliche ist
politisch - Zeitzeugen der Agrarpolitik Forschungsbericht 58 der Bundesanstalt
für
Bergbauernfragen. Zu bestellen unter www.berggebiete.at
oder Bestellschein bei Kontaktadresse anfordern.
17.1.2008,
Siegfried Jäckle,
 
Junges Paar
will zu seinen Wurzeln auf dem Land zurück
Liebe Mitglieder, FreundInnen und GönnerInnen,
bald ist Heiliger Abend. Man wünscht sich frohe Weihnachten. Dann sorgt die
Weihnachtsgeschichte für eine kürzere oder längere Atempause unserer
Konsumgesellschaft und Medienwelt. Die Geburt des Heilands im Stall bei Ochs und
Esel wird heute als romantisches Ereignis wahrgenommen. War es das wirklich?
Wollte die biblische Weihnachtsbotschaft "Friede auf Erden" aus der Zeit wenige
Jahrhunderte vor dem Zerfall des römischen Imperiums nicht mehr sagen? Wie würde
die Weihnachtsgeschichte im 21. Jahrhundert
verlaufen? Da sie im damaligen ländlichen Milieu stattfand, habe ich mir
überlegt wie sie wohl heute hierzulande ablaufen könnte. Vielleicht so?
Ein junges Paar will zu seinen Wurzeln auf dem Land zurückkehren.
Doch im viel besungenen ländlichen Raum treffen sie auf Touristenburgen und
Erlebniswelten, die sich von der Stadt nicht mehr unterscheiden. Für an der
Agrikultur Interessierte und werdende Mütter bieten sie keinen Platz. So findet
das junge Paar schließlich den verfallenen Hof ihrer Vorfahren, wo sie sich
notdürftig niederlassen. Die Kleinbauern in der Nachbarschaft, die Hobbybauern
genannt werden, weil sie ihre Tiere noch auf die Weide treiben, begrüßen das
junge Paar. Sie schenken ihnen einen Ochsen und einen Esel, damit sie ihnen die
Hütte etwas wärmen und mit ihrer Energie später als Zugtiere dienen. Als das
Kind auf die Welt kommt, entzünden die Kleinbauern auf dem Feld ein Feuer, damit
Alle von dem freudigen Ereignis erfahren. Die ihnen nahestehenden
nichtregierenden Vereinigungen im Morgenland erkennen diese Botschaft als
erste. Ihre Weisen erkennen in dem Paar mit dem Neugeborenen auf dem Land neue
Bauern und bringen ihnen als Geschenke gentechnikfreies Saatgut von Gemüse und
Kräutern, die sonst nicht mehr angebaut werden. Dieser Besuch macht die modernen
Landwirte hellhörig, die sich immer noch Bauern nennen, aber eigentlich keine
mehr sind. Sie beraten sich mit ihren Würdenträgen über die neue Konkurrenz,
worauf sich die Statthalter der globalen Macht den Kleinanlagenbetreibern mit
ganzer Hingabe widmen müssen. Ihre Landhüter kontrollieren kreuz und quer, damit
keine neue Konkurrenz aufkomme. Und um die Erziehung des kleinen Christus auf
dem Land im Griff zu halten erfindet die besorgte Obrigkeit die Kinderschule.
Mit dieser frei erfundenen, aber aktuellen Geschichte möchte ich die Besinnung
darauf lenken, dass unser wildes Konkurrenzdenken heute ähnlich weit vom
Frieden auf Erden entfernt ist, wie damals die römischen Herrscher. Und sollten
Bauern die Botschaft nicht auf "Friede mit der Erde" erweitern? Diese Besinnung
ist unser Wunsch zu Weihnachten und für das Neue Jahr. Im neuen Jahr werden wir
diese Besinnung mit folgenden Veranstaltungen stärken:
29. Januar 2008, 19:30 Uhr Löwen in Furtwangen-Schönenbach mit Lutz Ribbe
EURONATUR Was bringt der Gesundheitscheck der Agrarpolitik den
Schwarzwaldbauern?
Aschermittwoch 6. Februar 2008, 20 Uhr Brigachhaus in St.Georgen-Brigach
Bauern und Strukturwandel oder das Missverständnis Landwirtschaft
9. Februar 2008, 3. Schwarzwälder Weidegespräch
Milch und Fleisch aus Gras statt aus Kraftfutter!
Unser Lesetipp für die Weihnachtszeit:
Bauern für die Zukunft - auf dem Weg zu einer globalen Bewegung
von Silvia Pérez-Vitoria, ISBN 978-3-85869-342-6
Mit herzlichen Weihnachtsgrüßen
Siegfried Jäckle, 20.12.2007
 
Klimawandel,
Methanabgabe für Kühe, Echt Schwarzwald
Liebe Mitglieder, FreundInnen und GönnerInnen,
für das Sommerloch der Medien hat die Land- und Ernährungswirtschaft in diesem
Jahr reichlich Stoff geliefert: Die Nahrungsmittelpreise steigen. Der
Bauernverband verkündet Goldgräberstimmung dank Bioenergie. Milchbauern
protestieren für höhere Milchpreise. Das Kartellamt forscht nach Preisabsprachen
bei der Milchindustrie. Bei allerlei Events heile Welt auf Bauernhöfen. Und das
ganze garniert mit MKS und Vogelgrippe als agroindustrielle Zwischenfälle und
obendrein noch eine neue Portion Gammelfleisch. Wer soll eigentlich dieses ganze
Verwirrspiel noch verstehen?
Der Klimawandel
ist zum wichtigen politischen Thema geworden. Die spürbar abnormale Witterung
hat sicher mit dazu beigetragen. Doch die Energie- und Verkehrslobby tut alles,
um von der Hauptursache abzulenken. Nämlich davon, dass die in Jahrmillionen
entstandenen fossilen Vorräte an Kohle, Öl und Gas von der Industriegesellschaft
mit ihrem grenzenlosen Verkehr in wenigen Menschengenerationen verheizt werden.
Stattdessen werden lieber die Kühe wegen ihrem schon immer ausgestoßenen Methan
als Schuldige vorgeführt. Der Bioenergieboom mit Intensivkulturen, wo bei der
Produktion mehr (fossile)
Energie verbraucht als gewonnen wird, heizt diese Diskussion gegen die
Landwirtschaft noch an. Wir fragen deshalb, wann werden bekanntermaßen
energieeffiziente Formen der Wirtschaft mit regionalen Kreisläufen und der
Landwirtschaft mit beispielsweise Weide gebührende Beachtung finden? Und wo
bleibt das Bewusstsein über die Rolle der CO2-Bindung unserer Böden? Oder
schauen wir zu, bis die Politiker gar eine Methanabgabe für Kühe als
Ausweichmanöver erfinden?
Perspektiven für Milch vom Grünland?
Eigentlich könnte der Energieboom als Konkurrenz zur Milchproduktion in
Maisgebieten der Milcherzeugung im Schwarzwald und anderen den Berg- und
Grünlandregionen neue Perspektiven geben. Die Erkenntnis, dass Weidemilch einen
höheren Gesundheitswert hat, würde dazu den Konsumenten einen Zusatznutzen
bieten. Aber die laufende Debatte um Milchpreis und - Quoten
ignoriert alle Standort-Unterschiede der Milcherzeuger und tut so, als ob die
Milcherzeugung im 700-Kuhbetrieb in Mecklenburg ebenso teuer sei wie im
20-Kuhbetrieb im Schwarzwald. Stempelt Milch zum austauschbaren Rohstoff. Bei
unserer Exkursion nach Vorarlberg haben wir das Gegenteil erfahren und erlebt
und wie stolz die Bauern auf den Käse aus ihrer Milch sind. Wäre die
kostenaufwändige Milcherfassung im Schwarzwald nicht Grund genug, über neue
regionale Strategien nachzudenken?
Echt Schwarzwald
heißt die im Ortenaukreis kreierte Marke, um im genanten Sinne mehr
Wertschöpfung von Rindfleisch und andern Produkten aus dem Schwarzwald zu
erzielen. Damit dieser lobenswerte Ansatz den Schwarzwaldbauern nützen kann, ist
die Gründung einer eigenständigen Erzeugergemeinschaft noch in diesem Monat
geplant. Wer Interesse hat, soll sich bitte bei der Kontaktadresse melden.
Termine für Schwarzwaldbauern:
8.-9.09.2007 Rheinau Klosterplatz: 1001 Gemüse & Co. -Ein Fest für die Sinne
(am 8.September mit Vorträgen von Sepp Holzer, Anita Idel, Martin Ott u.a.)
Programm auf Wunsch bei der Kontaktadresse.
21. September 2007 Weidegespräch unserer Teleakademie zum Thema: Fleisch aus
Gras
auf dem Schwenkenhof in Schiltach-Lehengericht
Mit herzlichen Grüßen, Siegfried Jäckle,
2.9.2007
 
Kopfbahnhof
Ländliche Entwicklung - Freizeitpark
Liebe Mitglieder, FreundInnen und GönnerInnen,
Stuttgart 21 hat in den letzten Tagen und Wochen die politischen Gemüter im
Lande bewegt. Soll doch mit diesem Prestigeprojekt der Stuttgarter Hauptbahnhof
an das Hochgeschwindigkeitsnetz zwischen Paris und Bratislava angepasst werden.
Ist es aber nicht komisch, dass es auf dem Land schon immer nur
Durchgangsbahnhöfe gab, wie Stuttgart 21 mit viel Geld anstrebt und Kopfbahnhöfe
das Privileg der Hauptstädte oder neudeutsch Metropolen war? Für den Wettbewerb
dieser Metropolen scheinen unsere Politiker bereit zu sein, fast alles zu
opfern. Vor allem den ländlichen Raum, denn für die ausreichende Finanzierung
der Ländlichen Entwicklung 2007-13 hat sich keiner dieser Protagonisten stark
gemacht. Im Gegenteil, die agrarpolitischen Königsstücke Baden-Württembergs,
Ausgleichszulage und MEKA werden einfach gekürzt.
Kopfbahnhof Ländliche Entwicklung
Auf das Konzept des Kopfbahnhofes, in dem alle Züge in die gleiche Richtung ein-
und ausfahren, stößt man auch in der Politik für die Ländliche Entwicklung.
Rationalisierung, Umweltschutz, Arbeitsplätze und Innovationen gehen auch hier
scheinbar in die gleiche Richtung. Dass diese widersprüchlichen Ziele sich in
Wirklichkeit blockieren, wird verschwiegen oder nicht kapiert. Die Folge ist,
dass die Bauern resignieren oder in die Faszination Wachstum und Größe
verfallen. Perfektioniert Cäsars Prinzip "herrsche und teile" so das Konzept
Wachsen und Weichen?
Der Schwarzwald - Ländlicher Raum oder nur noch Freizeitpark?
Hört oder liest man Nachrichten, könnte man glauben, dass sich alle Städte und
Gemeinden als Ländlicher Raum fühlen. Fragt man nach dem warum, findet man
höchstens Antworten um Fördermittel und Tourismus. Dazu muss die Landschaft
offen gehalten werden, egal wie. An Bäuerinnen und Bauern
erinnert man sich höchstens zur folkloristischen Darstellung des heilen
Ländlichen Raumes. Denn die Ländliche Funktion und das bäuerliche
Erfahrungswissen, das über unzählige Katastrophen und Krisen hinweg geholfen
hat, ist nicht (mehr) im Bewusstsein. Genau daran wollen wir ansetzen mit
folgenden Veranstaltungen:
Gespräch über Bäuerliches Erfahrungswissen am Mittwoch 8. August 2007 um 20 Uhr
im Gasthaus Engel in Brigach mit Dr. Herrmann Tillmann aus Tübingen. Er ist in
einem Internationalen
Netzwerk tätig und hat vor 2 Jahren den Besuch der Thailänder Bergbauern- und
bäuerinnen bei uns organisiert. Seine Tochter wird einen Film von ihrer Arbeit
in Peru zeigen. Sie interessieren sich für unsere Arbeit und unsere
Teleakademie.
Feuer in den Bergen am Samstag 11. August 2007 um 21 Uhr auf dem Spittelhof in
Oberkirnach. An dieser internationalen Aktion als solidarisches Zeichen
für eine nachhaltige Zukunft der Berggebiete beteiligen wir uns auch in diesem
Jahr. Denn noch nie hat es in den Bergen so gebrannt, weil nicht mehr zu
übersehen ist, wie die globale Entwicklung die Landwirtschaft in den Bergen ins
Abseits drängt.
Exkursion nach Vorarlberg am Dienstag 28. August 2007
Dort wollen wir Kaspanaze Simma besuchen, der uns im letzten Dezember einen
begeisternden Vortrag über bäuerliches Wirtschaften gehalten hat und im großen
Walsertal das Leben auf einer Alpe kennen lernen. Außerdem gibt es in Vorarlberg
spannendes und beispielhaftes zur Ländlichen Entwicklung. Das
endgültige Programm ist in Vorbereitung.
Mit herzlichen Grüßen Siegfried Jäckle, 30.7.2007
 
Muhammad
Yunus Kleinkredite - Idee auch für Bergbauern?
Liebe Mitglieder, FreundInnen und GönnerInnen,
wer die Berichterstattung um den G8-Gipfel und den parallel stattgefundenen
Evangelischen Kirchentag verfolgt hat, dem musste in den Medien der Mann
auffallen, der ein bewährtes Gegenkonzept zur Globalisierung der Reichen hatte:
Muhammad Yunus aus Bangladesch mit seiner Grameen Bank. Er hat die
Raiffeisen-Idee echt neu gedacht. Könnte sein Prinzip, den Armen nicht mit
Almosen die Würde zu nehmen, sondern ihnen mit Kleinkrediten zur eigenen
Existenz zu verhelfen, nicht auch für die Zukunft der bäuerlichen Landwirtschaft
Vorbild sein? Wir empfehlen deshalb das aktuelle Taschenbuch über ihn als
Lesetipp:
Peter Spiegel: Muhammad Yunus – Banker der Armen, ISBN-10: 3-451-05880-6, €
8,90.
G4 folgt G8
Überraschend wollen die großen Exporteure USA, EU sowie China und Indien die
festgefahrenen
WTO-Verhandlungen eigenmächtig wieder in Gang bringen. Ausgerechnet in Potsdam
in Deutschland. Und auf wessen Kosten wohl? Sind doch die
Agrarsubventionen einer der großen Streitpunkte. Ist aber die transportintensive
Exportwirtschaft der G4 nicht die Hauptursache des Klimawandels und steht damit
im Widerspruch zu den verkündeten G8-Ergebissen? Darüber sollte man auch bei den
Trendsprüchen um Milchexportchancen nachdenken. Sicher werden die
Schwarzwaldbauern nicht auf der Gewinnerseite dieser Exporteuphorie stehen.
Gemeinschaftsaufgabe (GAK) soll wieder aufgestockt werden
Über die GAK finanziert der Bund Maßnahmen der Ländlichen Entwicklung mit, wie
die Ausgleichszulage und die Investitionsförderung. Wer aber glaubt, dass mit
der Mittelaufstockung nun beispielsweise Kürzungen bei der Ausgleichszulage
zurückgenommen würden, wird enttäuscht. Die neuen Mittel sollen in
Datenautobahnen und Biogasprojekte fließen. Also in die Verstädterung statt in
die eigenständige Ländliche Entwicklung.
Entbürokratisierung
Mit großen Sprüchen um Entbürokratisierung werden die Bauern immer wieder
beruhigt. Was Politik und Bauernverband aber unter Entbürokratisierung
verstehen, ist die erleichterte Genehmigung industrieller Tierhaltungsanlagen,
wie der Gesetzentwurf für immissionsrechtliche Genehmigungsverfahren jetzt
zeigt. Dafür mutet man kleinen Bauern immer neue sinnlose Bürokratie zu, wie
erst kürzlich wieder die Agrar-strukturerhebung, obwohl im Gemeinsamen Antrag
schon mehr als nötig erfasst wird.
Es geht auch anders! Dazu einige aktuelle Termine:
22. - 24. Juni: Exkursion der Österreichischen Bergbauernvereinigung ins
Waldviertel, eine der wenigen Regionen, wo eine Landwirtschaftsschule
erfolgreich eigenständige Regionalentwicklung in Gang gebracht hat.
30.Juni - 1.Juli in Usseln/Sauerland: AbL-Fachtagung „Bäuerliche
Qualitätserzeugung – Wertschöpfung für den Ländlichen Raum“. Programm bei der
Kontaktadresse erhältlich.
Vorankündigung voraussichtlich Ende Juli: Exkursion nach Vorarlberg
Laufend neue Informationen für Schwarzwaldbauern gibt’s in der Teleakademie.
Mit herzlichen Grüßen
Siegfried Jäckle, 19.6.2007
 
Doping der Wachstumslandwirtschaft
Liebe Mitglieder, FreundInnen und GönnerInnen,
Ohne Doping kein Erfolg. Mit dieser oder ähnlichen
Ausreden wird in diesen Tagen versucht den Doping-Sumpf im Sport zu begründen.
Verschwiegen wird dabei, dass die Erfolgsgier von Millionen Fans und Zuschauern
aufgeheizt wird und Sieger zu Göttern gemacht werden. Und in einem Land, in dem
alles geregelt, zertifiziert und kontrolliert ist, braucht man ja an Risiken und
Nebenwirkungen nicht zu denken. Ist es in der modernen Landwirtschaft nicht
ähnlich? Beispielsweise wie man uns Bauern die Gentechnik schmackhaft machen
will? Wenn beispielsweise sich Agrarminister nennende Leute die Aussaat von
Genmais genehmigen und nach der Aussaat
doch Bedenken anmelden?
Der G8-Gipfel geht auch die Schwarzwaldbauern an!
In der übernächsten Woche findet in Heiligendamm der G8-Gipfel statt, der gerade
mal ein Achtel der Weltbevölkerung vertritt. Warum man die Zusammenkunft der
Mächtigen, die freie Marktwirtschat predigen, mit millionenschweren
Schutzmaßnahmen vor denen schützt, die soziale Gerechtigkeit fordern, ist
unbegreiflich. Zählen doch längst auch altvordere Konservative wie Heiner
Geißler zu den Globalisierungsgegnern. Für uns Bauern ist wichtig, zu
beobachten, auf welcher Seite die Präsidenten und Funktionäre der Agrarverbände
stehen! Mehr Informationen über den G8-Gipfel unter
www.attac.de/heiligendamm07/infos/
Das Doping der Wachstumslandwirtschaft in D geht weiter
Nach jüngsten Berechnungen von Lutz Ribbe, EURONATUR sind die Direktzahlungen
der EU an die deutsche Landwirtschaft von 2003 bis 2005 um 2,5 % angestiegen.
Dabei sind die Zahlungen an 82 % der Betriebe, die unter 20.000 € erhielten, um
2,5 % gekürzt worden, aber bei den 1,6 % Betrieben, die über 100.000 €
erhielten, sind die Zahlungen um 35 % gestiegen. Ausgerechnet der Deutsche
Raiffeisenverband verteidigt diese sozial ungerechte Verteilung. Solange kleine
Bauern aber Großbetriebe als Idol anhimmeln, unterstützen auch sie diese unfaire
Politik
Baden-Württemberg baut Agrarumweltprogramme ab, Österreich aus!
Während im Musterländle des MEKA die Honorare für ökologische Leistungen der
Bauern gekürzt werden und immer mehr Mittel in Zertifizierung und Verbänden
versickern, führt Österreich sogar neue Agrarumweltmaßnahmen ein. Vorgesehen ist
in ganz Österreich die Einführung einer Prämie für Heumilch zur Stärkung der
silofreien Käsererzeugung in den Bergregionen. Und in Tirol und Vorarlberg soll
es in Zukunft sogar eine Weideprämie geben. Warum finden bei uns solche
Vorschläge keine Unterstützung? Bei unserer Sommerexkursion nach Vorarlberg
wollen wir dieser Frage nachgehen.
Martin Ott neuer Präsident des Stiftungsrates des FiBL
Unser Referent beim Aschermittwochsgespräch 2006, Martin Ott hat neben dem Gut
Rheinau eine weitere wichtige Funktion übernommen. Das Besondere, als Bauer löst
er einen ehemaligen Bundesrat an der Spitze des Stiftungsrates des
Forschungsinstitutes für biologischen Landbau ab. Zu dieser Aufgabe wünschen
wir ihm eine glückliche Hand.
15. Baden-Württembergischer Grünlandtag am 6. Juni 2007 in Bopfingen,
Ostalbkreis, mit dem aktuellen Schwerpunkt Leguminosen. Mitfahrtmöglichkeiten
bei der Kontaktadresse erfragen.
Mit herzlichen Grüßen, Siegfried Jäckle, 28.5.2007
 
EU-Agrarpolitik, Bauern
als Abzocker, Bioboom
Liebe Mitglieder, Freunde und Gönner,
heute feiert der Europäische Rat 50 Jahre EU. Das Ziel der Väter der EWG wurde
erreicht, nämlich Frieden nach jahrhundertelangen selbst zerstörerischen Kriegen
in Europa. Passt dazu aber der Ruf der amtierenden Ratspräsidentin in der
Bildzeitung nach einer europäischen Armee? Schlimmer noch wieder einmal
Sonnleitner, der in Agra-Europe heute fordert "Europa muss sich lohnen", womit
er die Bauern zu Abzockern macht, die natürlich kontrolliert werden müssen.
Zeichen von Machtstreben statt demokratischer Vertretung. Oder ist der Kummer
und Ärger mit den EU-Vorschriften im Alltag immer noch nicht oben angekommen?
Die EU - ein Gebilde sprachlicher Missverständnisse!
Regierung heißt Kommission, Gesetz Verordnung, Ministerium Kabinett, Haushalt
Fonds und Entscheidungen fällt ein Ministerrat, der aus Länderministern
besteht. Von Unwörtern wie Cross Compliance oder Modulation ganz zu Schweigen.
Verständnis für die EU kann allein deshalb nicht recht
aufkommen, weil meisten der EU-Begriffe im Deutschen anders belegt sind. Wenn
dann Politiker aus Bund und Land noch der EU die Schuld für lästige, aber
mitgetragene Verordnungen zuschieben, kann auch keine rechte europäische
Identität aufkommen.
EU-Agrarpolitik und bäuerliche Landwirtschaft ein Widerspruch?
Von Anfang an verfolgte die gemeinsame Agrarpolitik das Prinzip Wachen und
Weichen. Anfangs leisteten Bauernverbände aber noch kräftigen Widerstand und
erreichten viele Programme zur Abfederung des Strukturwandels wie z.B. das
Bergbauernprogramm oder die Abschaffung der Förderschwelle. Mit der deutschen
Wiedervereinigung kam es jedoch zu einem Frontenwechsel. Die
EU-Kommission wollte (aus Haushaltsgründen) Obergrenzen einführen. Doch die
deutsche Regierung hat im Einklang mit dem Bauernverband diesen Versuch
erfolgreich zugunsten rationaler Großstrukturen blockiert. Die EU wollte
verstärkt ökologische Leistungen honorieren und hat dazu sogar einen
eigenständigen Fond für Ländliche Entwicklung eingerichtet und wieder haben die
Deutschen diese Umverteilung verhindert, womit man z.B. den Schwarzwaldbauern
empfindlichen Kürzungen bei Ausgleichszulage und MEKA zumutet. Liegen die
Widersprüche also im eigenen Land?
EU-Hygieneverordnungspaket Paradigmenwechsel!?
Mit dem neuen Hygieneverordnungspaket hat die EU den Mitgliedsländern erstmals
Auslegungsspielräume für kurze und handwerkliche Vermarktungswege eingeräumt.
Die deutsche Administration sieht aber nur noch industrielle Vermarktungswege
mit ihren Gefahren. Unser Gespräch mit Dr. Andres Fink-Kessler und Hansjürgen
Müller aus Hessen am 20. März in Gremmelsbach
hat diese Chancen und Möglichkeiten aufgezeigt. Interessenten erhalten bei der
Kontaktadresse gern weitere Informationen.
Geht der Bioboom am Schwarzwald vorbei?
Dieses aktuelle Thema haben wir im offenen Forum unserer Teleakademie für
Schwarzwaldbauern zur Diskussion gestellt. Wir laden alle zum mitdiskutieren
herzlich ein. Damit machen wir öffentlich, was sonst nur in Hinterzimmern
geschieht, nämlich die Meinungsbildung um die bäuerliche Zukunft!
Das Bauernjahr 2007 mit seinen spezifischen Informationen für
Schwarzwaldbäuerinnen u. -bauern können Sie jetzt abonnieren.
www.forumproschwarzwaldbauern
und mitdiskutieren oder das Abo bestellen. Weitere Auskünfte bei der
Kontaktadresse
Mit herzlichen Grüßen Siegfried Jäckle, 25.3.2007
 
Bäuerliche Leistungen
im Bergland - fünf Thesen
Liebe Mitglieder, Freunde und Gönner,
in der letzten Woche haben die Bauern den gemeinsamen Antrag 2007 erhalten.
Vergleicht man diese Sendung mit den ebenfalls ins Haus flatternden Katalogen
aller Art, haben sie eines gemeinsam, das Kleingedruckte. Wird doch das
Ausbluten der Ausgleichszulage für die Bergegebiete und des MEKA
als Vorbehalt vertuscht. Wird so die Honorierung bäuerlicher Leistungen im
Bergland Schritt für Schritt zur Disziplinierung der Bauern auf die
Weltmarktideologie missbraucht? Deshalb fragen wir: für wie dumm hält man
eigentlich uns Bauern? Warum also verteidigen die Bauern nicht ihr Eigenes?
Bei unserem Aschermittwochsgespräch hat Veronika Bennholdt-Thomsen uns in
ungewohnter Deutlichkeit und Klarheit Hintergründe aufgezeigt und zum Nachdenken
angeregt. Als Ursache sieht die Soziologin klar den Glauben an den
wachstumsökonomischen, konkurrenzkämpferischen, industriellen,
weltmarkt-orientierten Weg, der in die Köpfe der Bauern und Landfrauen Einzug
gehalten hat. Wie das bäuerlich Eigene gegenüber diesem Lobgesang auf die
Zukunftsbetriebe zu verteidigen ist, hat sie uns 5 Thesen aufgezeigt:
1. Statt Mittäterschaft und schlechtem Gewissen würde Versöhnung mit
der Landschaft, dem Boden, den Tieren und den Mitmenschen neue gemeinschaftliche
Energien
freisetzen für einen friedlicheren bäuerlichen Weg.
2. Statt falsch verstandenem Corpsgeist Konflikte austragen lernen, um die
wirtschaftlichen und ethischen Probleme mit der industrialisierten
Landwirtschaft zu verstehen und zu bestimmen woraus das gemeinsame Eigene
wirklich besteht. Siehe: www.bauernkonflikte.at
3. In der deutschen Gesellschaft fehlt ein pro-bäuerlicher Diskurs oder die
soziale Utopie über die bäuerliche Fähigkeit, sich lokal, regional und national
eigenständig zu versorgen. Das ist aber etwas Anderes als die touristische
Idylle.
4. Die Mann-Frau Überordnung-Unterordnung in der deutschen Landwirtschaft hat
aus Bäuerinnen abhängige Hausfrauen gemacht. Das bäuerlich Eigene wird
wesentlich von der Position der Bäuerinnen auf den Höfen bestimmt und muss
erheblich stärker werden.
5. Das Eigene Bäuerliche existiert nach wie vor! Wie es gestärkt und wieder
aufgebaut werden kann hat Veronika Bennholdt-Thomsen mit Beispielen aus der
Warburger Börde glaubhaft belegt.
Wir werden den Vortrag in unserer Teleakademie in der Rubrik Familie und Hof in
den nächsten Monaten einbauen und zur Diskussion stellen sowie um Schwarzwälder
Beispiele ergänzen. Also reinschauen und das Bauernjahr abonnieren über
www.forumproschwarzwaldbauern.de
Teleakademie für Schwarzwaldbauern hat Weiterbildungs-Innovationspreis 2007
erhalten!
Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat am 1. März auf der Bildungsmesse
didacta in Köln unsere Teleakademie für Schwarzwaldbauern als innovativ und
zukunftsweisend ausgezeichnet. Erstmals wurde ein bäuerliches Projekt
ausgezeichnet und in der Laudatio dafür gewürdigt, dass es ökologische,
ökonomische und soziale Qualifikationen vermittelt und damit in nahezu idealer
Weise den Wertvorstellungen der Nachhaltigkeit entspräche. Dass eine
nichtlandwirtschaftliche Institution unser Bemühen für eine nachhaltige
bäuerliche Landwirtschaft als innovativ auszeichnet, ist das eigentlich
Bemerkenswerte!
Termine für Schwarzwaldbauern zum Vormerken:
Sonntag 11. März 2007, 10:15 - 16:00 AbL Landesversammlung in Ev. Akademie Bad
Boll mit Prof. Onno Poppinga: Bauern der Zukunft - unternehmen sie noch oder
verwalten sie nur?
Dienstag 20 März 2007, 20 Uhr Raum Triberg-Gutach: Hygienevorschriften kontra
Bauern
Mit herzlichen Grüßen,
Siegfried Jäckle
3.3.2007, spittelhof at freenet.de
 
Warum verteidigen die
Bauern nicht ihr Eigenes?
Liebe Mitglieder, FreundInnen, GönnerInnen,
die Stimmung in der bäuerlichen Bevölkerung ist gedrückt, geprägt von Angst
und Frust. Aber kaum jemand fragt, warum? Stattdessen wird die Strategie des
Wachsen und Weichen zum politischen Königsweg der Landwirtschaft auf den
Weltmarkt stilisiert. Doch welche Folgen hat dieser Weg für den Schwarzwald
und seine Bäuerinnen und Bauern? Wir machen diese Problematik zum Thema
unseres 9. Aschermittwochgespräches und laden dazu herzlich ein:
Aschermittwoch 21.Februar 2007 um 20 Uhr im
Brigachhaus in St.Georgen-Brigach
Thema: Warum verteidigen die Bauern nicht ihr Eigenes?
- damit sie wieder Zukunft haben!
Dazu haben wir die Referentin gewonnen, die sich in mehreren Ländern mit
bäuerlichem Leben und ihren Werten auseinander gesetzt hat: Frau Veronika
Bennholdt-Thomsen
Die Ethnologin und Soziologin aus Bielefeld lehrt als Hochschullehrerin in
Oaxaca, Mexiko, sowie an der Universität für Bodenkultur, Wien. Ihre jüngsten
Untersuchungen in einem ostwestfälischen Dorf resümiert sie so: Menschen
auf dem Land sind dem neoliberalen Diktat von Regierungen, Verbänden und
Supermarktketten nicht hilflos ausgeliefert, denn sie verfügen über eigene,
gewachsene gesellschaftliche, kulturelle und ökonomische Zusammenhänge. Wir
sind gespannt darauf, bei unserem Aschermittwochsgespräch diese Zusammenhänge
auch im Schwarzwald wieder zu entdecken.
Eintritt: Freie Spende. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und grüßen herzlich
Dr. Josef Günter, Siegfried Jäckle
10.2.2007, spittelhof at freenet.de
 
Weihnachtsgrüße
Die Menschen bezahlen die Vermehrung ihrer Macht mit der Entfremdung von
dem,
worüber sie Macht ausüben.
Max Horkheimer Dt. Philosoph 1895-1973
Liebe Mitglieder, Freunde und Gönner,
wir wünschen Ihnen/euch frohe Weihnachten und ein Gesundes Neues Jahr! Heute
habe ich auf einer Weihnachtskarte in einem Verkaufsständer gelesen: Statt der
Ware Weihnacht die wahre Weihnacht, die Botschaft des Kindes feiern! Ein
wahrer Wink, aber was ist die wahre Botschaft des Kindes? Und passt diese
Botschaft noch in unsere moderne zivilisierte Welt? Denkt man darüber nach,
erscheint die Weihnachtsbotschaft ganz aktuell und modern: Was damals das
Imperium der Römer mit seiner Macht kontrollieren und bürokratisch erfassen
wollte, wird heute mit und von EU und WTO angestrebt.
Das junge Paar, Maria und Josef, das sich melden wollte, fand keine Herberge,
weil die Frau hoch schwanger war. Ein Problem, mit dem unsere so moderne
Familienpolitik wieder kämpft. Nur ein Stall mit Ochs und Esel verblieb zur
Übernachtung, neudeutsch Ländlicher Raum genannt. Aber die Ersten, die das
außergewöhnliche Ereignis der Geburt des Heilands wahrgenommen haben, waren
die Hirten auf dem Feld. Genau von dieser Fähigkeit der Wahrnehmung entfremden
sich unsere Mächtigen immer weiter. Stattdessen wollen sie Alle und Alles auf
den Kampf, wer der Erste ist, einschwören. Dabei tun sie so, als ob dieser
Wettbewerb gottgegeben sei und Entwicklung bedeute. In Wahrheit zerstört diese
Denkart soziale Netze ebenso wie unsere Lebensgrundlagen. Die nicht mehr
bestreitbare Klimaveränderung ist nur eine der spürbaren Folgen.
Wir setzen deshalb Zeichen für eine nachhaltige Entwicklung, in der auch
Schwarzwaldbauern überleben können. Denn so wie die Hirten die Ersten waren,
könnten die Bauern auf dem Weg zu einer nachhaltigen Zukunft die Ersten sein.
Dazu braucht es nur einen anderen Denkansatz, wie ihn uns Martin Ott und
Kaspanaze Simma in ihren Vorträgen in diesem Jahr vorgestellt haben. Unsere
Teleakademie für Schwarzwaldbauern vermittelt diesen Denkansatz, verknüpft ihn
mit bäuerlichem Erfahrungswissen und bringt ihn mit modernen Medien auf die
Höfe.
Zum neuen Bauernjahr laden wir zu einem Informationsnachmittag ein am
Donnerstag 28.Dezember um 13:45 im Gasthaus Engel in St.Georgen-Brigach
Wir werden neue und aktuelle Angebote unserer Teleakademie vorstellen und
freuen uns auf den Besuch unserer Abonnenten und vieler Interessenten.
Mit herzlichen Weihnachtsgrüßen
Siegfried Jäckle,
19.12.2006,
spittelhof
at freenet.de
 
Bäuerlich Wirtschaften - in
Fülle Leben!?
Liebe Mitglieder, Freunde und Gönner,
wer in den letzten Tagen die Schlagzeilen um die Landwirtschaft gelesen hat,
kann als Schwarzwaldbauer nur den Mut verlieren. Da philosophiert der Minister
für Ländlichen Raum im Schwarzwälder Boten über das Landleben mit DSL und
Dynamik und vergisst die Bauern. Eine sog. bäuerliche Organisation mit dem
Namen Raiffeisen geht Greenpeace in die Falle und verkauft ihnen
verbotene Pestizide. Politiker fordern darauf mehr Kontrollen, obwohl sie tags
zuvor Bürokratie abbauen wollten. Bauern leiden unter diesem ausufernden
Kontrollwahn und den Widersprüchen. Doch der Bauernverband simuliert gute
Stimmung mit Bioenergie und Weltmarkt trotz drastischer Einkommensverluste.
Und keiner sagt was zu diesem Spiel mit den Bauern. Wir wollen diesen
widersprüchlichen und demotivierenden Nachrichten in der Vorweihnachtszeit
eine Perspektive für Schwarzwaldbauern entgegenstellen. Aus Anlass des
Internationalen Tages der Berge laden wir herzlich ein zu einem
Schwarzwaldbauerntreff zum Thema:
Bäuerlich Wirtschaften - in Fülle Leben!?
am Donnerstag 14. Dezember 2006 um 20 Uhr im Landgasthof "Löwen" in
Tennenbronn
mit dem Bergbauer Kaspanaze Simma aus dem Bregenzerwald.
Als einer der wenigen Bauern hat Kaspanaze Simma anhand seiner eigenen
Erfahrungen den Sinn des bäuerlichen Lebens nicht nur hinterfragt, er spricht
auch über seine ungewöhnlichen Perspektiven vom Leben in Fülle. Auf vielen
Ebenen hat er politische Erfahrungen gesammelt und war 2 Perioden
Landtagsabgeordneter. Heute lebt er, was er sagt mit seiner Familie auf seinem
Bergbauernhof im Bregenzerwald.
Wir freuen uns auf Ihren/euren Besuch und grüßen herzlich
Dr. Josef Günter, Siegfried Jäckle
3.12.2006,
spittelhof
at freenet.de

Land lebt ökonomisch von der Stadt - Stadt ökologisch vom Land
Liebe Mitglieder, Freunde und Gönner,
die Region auf dem Weg zum Armenhaus, titelte der Schwarzwälder Bote am
letzten Samstag auf der Kreisseite. Der Geschäftsführer des Regionalverbandes
Schwarzwald-Baar-Heuberg hat mit dem Hinweis auf die Folgen der drastischen
Kürzungen der Förderung des Ländlichen Raums ab 2007 Mut bewiesen, der unseren
regionalen Politikern offenbar fehlt. Diese Kürzungen sind das Ergebnis des
Merkel-Kompromiss im Europäischen Rat vom letzten Dezember. Betroffen sind
aber nicht nur Gemeinden mit Tourismus im Ländlichen Raum, sondern direkt vor
allem die Schwarzwaldbauern, weil der Großteil ihrer Förderung
(Ausgleichszulage für Berggebiete, MEKA sowie Investitionsförderung) aus dem
gekürzten Topf stammt. Wenn Minister Seeehofer dazu noch verkündet, dass die
Förderung der Ländlichen Räume zu agrarlastig sei, fragen wir, was ist
in einem Raum ohne Bauern noch ländlich?
Das Land lebt ökonomisch von der Stadt und die Stadt
ökologisch vom Land!
Dieses vom Vordenker der Politik für den Ländlichen Raum stammende
Zitat, dem Mitglied des Europarates Sixtus Lanner aus Tirol, bringt die
Abhängigkeiten auf den Punkt. Weil die Entwicklung des Ländlichen Raumes
zunehmend mit städtischen Denkmustern, Vorstellungen und Auflagen betrieben
wird, ist Ländliche Entwicklung, so es sie überhaupt gibt, eine Einbahnstraße
geworden. Es ist an der Zeit, dass das bäuerliche Erfahrungswissen wieder
entdeckt wird, dass bei der Bewirtschaftung von Land Jahr für Jahr eine neue
Ernte und gepflegte Landschaft nachwächst, städtische Denkmuster nach
industriellem Vorbild aber ständig Ressourcen an Land und Umwelt verbrauchen.
Aus diesem Blickwinkel gehört die Förderung der Ländlichen Entwicklung
dringend auf den Prüfstand.
Wie kommen Schwarzwaldbauern aus der Sackgasse der Abhängigkeit?
Die beschlossenen Kürzungen bei der Förderung sollten im beginnenden Winter im
Zentrum der Überlegungen stehen. Dabei sollte endlich erkannt und begriffen
werden, dass mit dem agrarpolitischen Leitbild des Wachsen und Weichen die
Abhängigkeit von öffentlichen Fördergeldern größer statt kleiner
geworden ist. Ein anderes Beispiel wie das Leben auf dem Land abhängig gemacht
wird, ist das Ziel, den letzten Hof an den öffentlichen Abwasserkanal
anzuschließen, wodurch kostengünstige eigenständige Lösungen verhindert
werden. Dass diese Denkmuster das humane Zusammenleben auf dem Land vielerorts
stören oder gar zerstört haben, darf auch nicht länger verschwiegen werden.
Einladung an Schwarzwaldbäuerinnen- und bauern:
Wir widmen uns im kommenden Winter den angesprochenen Fragen und laden zu
folgenden Terminen ein: Freitag 10. November 2006. 13:45, Teleakademie der
Hochschule Furtwangen (Häfnergässle 3 - neben der Sparkasse):
Information und Erfahrungsaustausch über Angebote unserer Teleakademie für
Schwarzwaldbauern (aus org. Gründen bitte anmelden bei der Kontaktadresse).
Dienstag 14. November 2006, 20 Uhr, Gasthaus Engel Brigach: Ist eine andere
Landwirtschaft möglich? - Nachlese und Diskussion zum Aschermittwochsvortrag
von Martin Ott und unserer Exkursion zu ihm nach Rheinau.
Mit herzlichen Grüßen
Siegfried Jäckle, 5.11.2006,
spittelhof at freenet.de
 
Entdeck den Bauern in dir -
Offenhaltung
Liebe Mitglieder Freunde und Gönner,
bei unserem Gespräch zum Erntedank mit Augusto Aponte von Pidecafe in Peru und
den Brüdern Schwarz als Entwicklungshelfer in der letzten Woche kam die Frage
auf, ob die sog. Entwicklungsländer weiter entwickelt sind als unsere
Ländlichen Räume? In der Tat sprengen faire Preise für Kleinbauern am globalen
Markt durch gemeinsame Vermarktung, Entwicklung neuer Produkte und
Unterstützung der Selbstversorgung unsere herrschenden Denkmuster.
Entdeck' den Bauern in dir
Mit diesem Slogan wurde in diesem Jahr das Landwirtschaftliche Hauptfest in
Stuttgart beworben. Der Besucher der Ausstellung tat sich zwischen den
Monstern von Traktoren, Hochleistungskühen und sonstigen Hightec-Angeboten
jedoch schwer, sich als Bauer zu entdecken. Oder sollten Bauern sich als
Handlanger dieser Gigantonomie erkennen? Eher als bäuerlich erkannt
wurden die angebotenen traditionellen Gerichte in der Halle der Regionen.
Womit sich die Gedanken zum peruanischen Kaffeeprojekt schließen. Fazit: nicht
die Hilfsmittel machen den Bauer aus, sondern sein Produkt, das man sehen und
genießen kann!
Erfolgsregion Schwäbisch Hall
In der Halle der Regionen auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest, wo wie auch
unsere Teleakademie vorstellen konnten, hat sich aber nur eine Region aus dem
Ländle mit klarem Profil präsentiert: Schwäbisch Hall! Mit einer Schweinerasse
als Markenzeichen (auch im Tierzelt) und einer Bäuerlichen
Erzeugergemeinschaft als Träger ländlicher Regionalentwicklung seit 1984!
Lange bevor Regionalentwicklung als Fördermaßnahme entdeckt wurde, hat der
ehemalige Entwicklungshelfer Rudolf Bühler mit aufrecht gehenden Bauern, wie
er betont, regionale Erfolgsgeschichte geschrieben. Diesen Erfolg kann man
aber nicht kopieren, wie immer wieder versucht wird, sondern man muss die
Erfolgsfaktoren kapieren. Und die liegen im mit erstarkten Selbstbewusstsein
der Bauern mit ihrem Schwäbisch-Hällischen Schwein.
Offenhaltung der Landschaft ist keine Perspektive
Obwohl der Schwarzwald als Region einen weltbekannten Namen hat, ist die
Rolle der Bauern politisch auf Offenhaltung der
Landschaft verkümmert. Wer in diesem Sinn Bürokratie, Vermesseritis
und Auflagen als gottgegeben abwickelt, darf sich nicht wundern, wenn Versuche
zur regionalen Entwicklung und Vermarktung Strohfeuer bleiben. Und da hilft es
auch nicht Bauernmolkerei an Unternehmen zu schreiben, für die Bauern nur
Rohstofflieferanten sind. Es geht darum den Bauern den Stolz auf ihre Ernte
zurückzugeben, wie es das Projekt Pidecafe in Peru oder Bühler in Schwäbisch
Hall getan haben.
Unsere Teleakademie für Schwarzwaldbauern liefert das andere Gedankengut
Besuchen Sie sie über
www.forumproschwarzwaldbauern.de und unterstützen Sie unsere Arbeit durch
Ihre Mitgliedschaft oder eine Spende.
Termine für Schwarzwaldbauern:
Freitag 13.Oktober, 13:45 Uhr, LWA: Erfahrungsaustausch Weidesommer 2006 auf
dem Hohbauernhof in Furtwangen
Samstag 21. Oktober 2006 Beginn des Seminars Bauernzukunft im Schwarzwald mit
dem Modellprojekt Offene Landschaft. Anmeldung und Auskunft unter 07836-5863
Mit herzlichen Grüßen
Siegfried Jäckle, 7.20.2006,
spittelhof at freenet.de
 
Am Sonntag in
die Idylle und wochentags zum Discounter
Liebe Mitglieder, Freunde und Gönner,
seit bald 2 Jahrzehnten versucht die Landwirtschaft mit immer neuen Aktionen
wie Gläserne Produktion, Tagen des Offenen Hofes usw. auf die Bedeutung der
heimischen Erzeugnisse aufmerksam zu machen. Eigentlich hätten in der Folge
die Milch- Fleisch- oder Getreide-Erlöse durch Nachfrage steigen müssen.
Doch das Gegenteil ist der Fall, die Preis-Kostenschere öffnet sich immer
weiter, verstärkt um wachsende Auflagen zum sog. Verbraucherschutz.
Am Sonntag in die Idylle und wochentags zum Discounter,
so ist die Realität. Deswegen aber die Verbraucher anzuprangern ist
kurzsichtig, denn sie werden wie auch die Bauern manipuliert von
professioneller Werbung der globalen Lebensmittelindustrie und Handelsketten.
Die Idylle Bauernhof ist Diener dieses Geschäftes. Und dafür zahlen die Bauern
auch noch, nämlich für jeden l Milch oder jedes kg Fleisch in den Absatzfond.
Wenn die EU dieses Instrument jetzt in Frage stellt, bricht beim Bauernverband
Krisenstimmung aus, warum denn? Das eigentliche Problem liegt in der
Doppelgesichtigkeit all derer, die sonntags die Idylle im Trachtenlook
präsentieren und werktags Rationalisierung und Wettbewerb predigen.
Film "We Feed The World" am 30. August um 20:15 im Gucklochkino in Villingen
sowie am 28.August im Museumskino in Donaueschingen. Auf der Suche nach dem
Weg unserer Nahrung hat der österreichische Filmemacher Ernst Wagenhofer
dokumentiert, wie und von wem dieser Sektor
beherrscht wird. Diesen Film empfehlen wir Allen! Kartenvorbestellung Tel.
07721-509744
Der Feinschmecker zeigt eine andere Art!
Das Magazin "Der Feinschmecker" hat kürzlich den Einkaufsführer Käse für
Genießer mit 350 Adressen herausgegeben. Mit dabei sind eine ganze Reihe
Schwarzwälder Hofkäsereien wie der
Mooshof in Tennenbronn oder der
Unterleimgrubenhof in Gütenbach. Ihnen allen gebührt unser herzlicher
Glückwunsch. Nachdenklich sollte stimmen, dass klassische Molkereien unter den
350
Genießertipps nicht zu finden sind. Warum wohl?
Int. Weidetag in Aulendorf am Dienstag 12. September von 9:30 bis 17 Uhr
Interessenten können bei der Kontaktadresse das Programm anfordern und
Mitfahrtmöglichkeiten vereinbaren.
Mit herzlichen Grüßen von den Schwarzwaldbergen
Siegfried Jäckle,
27.08.2006
 
MEPL, ELER und "andere
Landwirtschaft"
Liebe Mitglieder, Freunde und Gönner,
vor 2 Jahren hat die EU-Kommission den Vorschlag des Europäischen
Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung der ländlichen Räume (ELER) ab 2007
vorgelegt. Blair, Chirac, Schröder und schlussendlich Merkel haben mit ihrem
Finanzierungspoker im Europäischen Rat die Hoffnung auf eine Stärkung der
Ländlichen Räume über die sog. 2. Säule der Agrarpolitik untergraben. Da bei
Schwarzwaldbauern aller Größen Gewinn oder Verlust der Landwirtschaft seit
Jahren von Ausgleichszulage für Berggebiete und MEKA abhängen, sind Kürzungen
dieser Teile der 2. Säule besonders fatal. Die politischen Mitläufer der
Verantwortlichen einschließlich des sog. Berufstandes müssen sich fragen
lassen, warum sie vor den einschneidenden Beschlüssen nichts unternommen
haben.
Partizipation
(deutsch Beteiligung) verlangt die EU in der ELER-Verordnung bei der
Aufstellung der regionalen Maßnahmen- und Entwicklungspläne (MEPL). Vorbild
ist dabei das europäische ländliche Entwicklungsprogramm LEADER. So als ob
man in Brüssel dem Filz von Agrarlobby, Parteien und Ministerien bei der
Mittelverteilung nicht mehr traut. Doch so wenig wie hierzulande mit LEADER
bewegt wurde, kann die Beteiligung der Betroffenen bei ELER bewegen, solange
die Masse der Betroffenen den Kräften des o.g,. Filzes glaubt und
Organisationen und Personen außerhalb nicht mehr unterstützen.
MEPL Baden-Württemberg
Der ELER-Planungsprozess ist zur Partizipation im Internet unter
www.mepl.landwirtschaft-bw.de öffentlich. Dort kann Jedermann/frau die Pläne der Programme verfolgen.
Gravierende Benachteiligungen vieler Schwarzwaldbauern bringen die geplante
Anhebung der Mindestsumme bei der Investitions-förderung, die Streichung der
MEKA-Grünlandförderung für Ökobetriebe, die Konzentration der Förderung der
Erhaltung gefährdeter Rassen auf Herdbuchtiere und die Nichtaufnahme der
möglichen Förderung des Weidegangs. Hier zieht sich der rote Faden des
Prinzips Wachsen und Weichen durch mit dem Gegenteil von Partizipation,
nämlich der Spaltung der Bauern. Wir haben frühzeitig zu ELER fachliche
Vorschläge gemacht, unsere Bedenken zu den jetzigen Plänen mehrfach mündlich
und schriftlich vorgetragen und werden weiter agieren für eine faire
Honorierung bäuerlicher Leistungen.
Ist eine andere Landwirtschaft möglich?
Was in Politik und Administration scheinbar nicht (mehr) vorstellbar ist,
haben wir bei unserer Exkursion nach Rheinau gesehen. Unser
Aschermittwochsreferent Martin Ott entwickelt dort aus einem defizitären
Großbetrieb eine Existenz für mehrere Familien. Sein Leitbild sind Gesunde
Lebensmittel und Menschen die sich in Rheinau wohl fühlen, anstelle von
Leistungswahn und Subventionen. Wenn auch Rheinau nicht 1:1 in den Schwarzwald
zu übertragen ist, gibt es doch zahlreiche Impulse zur Sackgasse des Wachsen
und Weichen. Wir fordern nun zur Diskussion dieses Themas im Offenen Forum
unserer Teleakademie auf.
Feuer in den Bergen
Die Entwicklungen macht die Beteiligung an der internationalen Aktion Feuer in
den Bergen drängender denn je. Nachdem Trockenheit und Brandgefahr durch die
Regenfälle gebrochen sind, treffen wir uns wieder am Samstag 12. August 2006
ab 20:30 Uhr auf dem Spittelhof in Oberkirnach zum Feuer in den Bergen mit der
Möglichkeit zum Grillen. Weitere Hinweise folgen noch je nach
Wetterentwicklung.
Mit herzlichen Grüßen
Siegfried Jäckle, 6.8.2006,
spittelhof at freenet.de
 
MEKA - 30 Jahre Bauernstimme
Liebe Mitglieder, Freunde und Gönner,
auf dem Führerstand des größten ausgestellten Geschützes haben sich auf der
Südwestmesse kürzlich die Agrarpolitiker nach der Bauernkundgebung ablichten
lassen. Größe fasziniert, auch Bauern, weshalb kaum über derartige Mediengags
nachgedacht wird. Wenn aber zur gleichen Zeit Pläne der gleichen Leute über
die Kürzung der Ausgleichszulage im Berggebiet und der Steillagenzuschläge im
MEKA bekannt werden, erhalten solche Auftritte Signalwirkung für die Richtung,
die sie demonstrieren, obwohl sie sagen, sie lassen die Bauern nicht im Stich.
Schwarzwaldbauern im Abseits?
Mit den Kürzungsplänen werden die Schwarzwaldbauern definitiv ins Abseits des
agrarpolitischen Spielfeldes gestellt. Im
Fußball, der Deutschland derzeit regiert, ist Abseits dann ein Verstoß
gegen die Regel, wenn ein Spieler aus dem Abseits einen Vorteil zieht. Dieser
Vorteil, den die Schwarzwald-bauern im öffentlichen Ansehen gegenüber dem
agrarischen Mainstream mit seinen Krisen und seiner Abzockermentalität haben,
ist es wohl, den ministerielle Schiedsrichter als Verstoß gegen ihren
Strukturwahn werten. Wenn die gleichen Kräfte dann aber Wiesenmeisterschaften
ausschreiben um eine heile Welt zu demonstrieren, schreien sie wieder nach den
Bauern, die sie sonst verachten. Und die berufsständische Forderung nach
Erhöhung der Viehbesatzgrenze im MEKA III ist die Krönung dieser Widersprüche,
die keiner merken soll!
Leistungen statt ha honorieren!
Nachbesserungen sind die lobbyistischen Forderungen auf die ministeriellen
Kürzungspläne bei Ausgleichszulage und MEKA. Aus unserer Sicht nur
Schattenboxen mit kurzfristiger Wirkung, weil die eingeschlagene Verachtung
der Bauernkultur mit einigen Prämienkorrekturen nicht verändert wird. Die
eigentliche Frage ist, welche Landwirtschaft mit knappen Steuergeldern für
ihre Leistungen honoriert werden soll. Dabei geht es nicht um eine
Neiddiskussion, denn die wird vom politischen Prämienpoker derer geschürt, die
das behaupten. Es geht um Respekt vor der bäuerlichen Arbeit und ihrer
Eigenverantwortung. Erst wenn aber unter Bauern der Maßstab Größe durch
Lebensqualität ersetzt wird, werden Veränderungen vorstellbar und durchsetzbar
werden.
30 Jahre Bauernstimme
Eine kleine Gruppe von bäuerlichen Querdenkern hat vor 30 Jahren eine eigene
Zeitung gegründet, weil sie die Stimme der Bauern in den sich Bauernzeitungen
nennenden Organen vermisst haben. Dass diese echte Bauernstimme nach 30 Jahren
noch existiert, bestätigt ihre Gründer. Wir gratulieren der Bauernstimme zum
Jubiläum und wünschen ihr noch viel viel mehr Leser. Den Festvortrag beim
Jubiläum am 30.Juni im Wendtland hält der ehemalige Agrarkommissar Dr. Franz
Fischler, eine bessere Bestätigung kann Engagement für bäuerliche
Landwirtschaft nicht erfahren. Wer hinfahren
möchte, kann das Programm bei der Kontaktadresse erhalten, ebenso Probehefte
der Bauernstimme.
Besuch in Rheinau
Am Aschermittwoch hat uns Martin Ott mit seiner Zukunftsvision ermuntert.
Deshalb laden wir zu zu.2 Terminen auf der Genau-Rheinau ein:
Samstag. 1. Juli 2006 10.15-17.15: Deutsch-schweizerisch-Östereichische Tagung
"Grenzenlos Grün" zur Gentechnik. Bei Interesse Einladung bei der
Kontaktadresse anfordern.
Samstag 22. Juli 2006 Exkursion zum Kennenlernen der besonderen Betriebsform
und der Initiativen in Rheinau. Bitte vormerken, das konkrete Programm folgt
Anfang Juli.
Mit herzlichen Grüßen von den Schwarzwaldbergen
V.i.S.d.P. Siegfried Jäckle, 25.6.2006,
spittelhof at freenet.de
 
Vermesseritis, Unfaire Agrarsuventionen, Atommüll im Schwarzwald
Liebe Mitglieder, Freunde und Gönner,
erst ein schier nicht endender Winter und jetzt wochenlanges Regenwetter hat
die Nerven der Bauern in diesem Frühjahr außergewöhnlich strapaziert. Doch die
Konfrontation mit Naturgewalten wird von Jahr zu Jahr stärker überlagert von
der Angst der Bauernfamilien vor Kontrollen. Nicht weil sie Angst haben
müssten, sondern weil sie sich der Willkür ausgesetzt fühlen. Die seit der
Landtagswahl wegen Flächendifferenzen an Schwarzwaldbauern verschickten
Rückforderungen und Sanktionen (Strafen) verstärken diesen Eindruck. So
zerstört das agrarische Fördersystem, was es eigentlich erhalten sollte,
nämlich die Kulturlandschaft.
Zeit für eine Interessengemeinschaft
Kontrollprobleme, denn es geht nicht mehr um Probleme Einzelner, sondern um
Repressalien gegen
alle Schwarzwaldbauern. Obwohl die besonderen Probleme der Abgrenzung von Feld
- Wald - Unland -
Hofflächen im Schwarzwälder Höfegebiet aufgrund der nicht aktualisierten
Kataster seit über 10 Jahren in Behörden und Politik bekannt sind, werden
Schwarzwaldbauern nun für eine wilde Vermesseritis gleich doppelt bestraft.
Einmal durch Rückforderungen und Sanktionen ohne verbindliche
Vermessungsgrundlage und dauerhaft durch Entzug der Honorierung für die
Erhaltung der arbeitsaufwendigsten Landschaftsteile. Da sich bisher alle
hinter EU-Verordnungen verstecken, ist ein gemeinsames Vorgehen nötig.
Nicht gegen die Prüfer und Sachbearbeiter, sondern gegen diese neue
Feudalherrschaft. Wir bitten deshalb alle, die Probleme mit Kontrollen oder
Sanktionen haben, sich bei der Kontaktadresse zu melden um ein gemeinsames
Vorgehen zu planen.
Unfaire Agrarsubventionen im öffentlichen Blickpunkt
Die unfaire Verteilung der Agrarsubventionen gerät immer stärker ins
öffentliche Blickfeld. Deshalb hat jetzt Professor Onno Poppinga von der Uni
Kassel mit einer Mitarbeiterin den wissenschaftlichen Beirat für Agrarpolitik
der Bundesregierung analisiert. Das Fazit: der Beirat ist Sachwalter der
Interessen landwirtschaftlicher Großbetriebe und die deutsche Agrarökonomie
rechnet zwar Wohlfahrt vor, bevorteilt real aber spezifische Unternehmen.
Bedenkt man, dass dieselben Wissenschaftler auch Wortführer bei der Ausbildung
der Führungskräfte der Agrarverwaltung sind, erklärt sich auch deren
Haltung.
Der Schwarzwald als Atommüll-Endlager
Wie der Schwarzwälder Bote am letzen Donnerstag auf Seite 5 berichtet hat,
trägt sich Umweltminister Gabriel mit dem Gedanken, den Granit des
Schwarzwaldes für die Atommüll-Endlagerung zu prüfen
als Alternative zu den Salzstöcken in seiner Heimat in Salzgitter und
Gorleben. Wir fragen uns, wo der Aufschrei derer bleibt, die den Schwarzwald
zu schützen vorgeben? Unseren Mitgliedern empfehlen wir deshalb die
Jubiläumsveranstaltung 30 Jahre "Bauernstimme" am 30.06./01.07.2006 im
Wendtland mit Exkursion nach Gorleben zu besuchen, um sich Impulse für den
Umgang mit derartigen politischen Plänen zu holen. Mehr Infos bei der
Kontaktadresse.
Die 2000-Watt-Gesellschaft
Japan braucht für die Produktion von einem Dollar Bruttoinlandsprodukt nur
0,11 Tonnen Erdöl, ca. 60% weniger Energie als Deutschland. Ein Amerikaner
braucht für seine Bedürfnisse bisher einen 10 KW-Anschluss, ein Schweizer 6
KW, ein Äthiopier aber nur 600 Watt. Wie Bauten einer 2000-Watt-Gesellschaft
nachhaltig erstellt, betrieben und unterhalten werden können, soll jetzt in
der Region Basel aufgezeigt werden. Auch die Bundesregierung hat ein
umfangreiches Programm zur Senkung des Energieverbrauchs gestartet und prüft
die Umsetzung der Idee der 2000-Watt-Gesellschaft. Auch in der
Landwirtschaft sollten und könnten wir uns solche Gedanken machen! Ein Link
zur Rückenstärkung:
www.themeatrix.com/german/action/
Mit herzlichen Grüßen von den Schwarzwaldbergen
V.i.S.d.P. Siegfried Jäckle, 5.6.2006 ,
spittelhof at freenet.de
 
Agrardumping, Regionalvermarktung
Liebe Mitglieder, Freunde und Gönner,
nach einem langen Winter zieht auch in den Bergen der Frühling ein. Mit Grünen
und Blühen demonstriert die Natur neues Wachstum. Überall wo dieses natürliche
Wachstum durch bäuerliche Landwirtschaft gefördert wurde, entstand ein
gewisser Wohlstand. Denn die Sonne als Antriebskraft des natürlichen Wachstums
schickt keine Rechnung und die Förderung der Bodenfruchtbarkeit durch
bäuerliche Bewirtschaftung ist durch industrielle Methoden oder gar Gentechnik
nicht zu ersetzen. Seit aber Politiker Wachstum zum Problem für
Beschäftigung und die Offenhaltung der Landschaft gemacht haben, ist die
Entkoppelung von natürlichen Abläufen offenbar. Bei der Mitgliederversammlung
des Agrarbündnis gab es dazu Denkanstöße und Impulse für den Umbau unserer
Politik:
Agrardumping gegen Kleinbauern – das weltweite Problem Nr.1
Die EU-Agrarpolitik gefährdet die kleinbäuerliche Landwirtschaft in
Entwicklungsländern gleichermaßen wie in Europa. Zu diesem Ergebnis kommt eine
Studie von Agrarbündnis-Verbänden, die vorschlägt die 2. Säule zum
agrarpolitischen Prinzip zu machen. Der Schwarzwald ist Beleg für diesen
Vorschlag, denn ohne 2. Säule (= hier Ausgleichszulage und MEKA) wäre die
einzigartige Schwarzwaldlandschaft wahrscheinlich nicht mehr zu erkennen. Doch
genau an diesen Programmen sägt hierzulande die Politik heimlich,
beispielsweise mit dem pauschalen Sockelabzug bei der Ausgleichszulage für
Berggebiete von 250 €, was einer Anhebung der Mindestfördergrenze von 3 ha auf
4,5 ha entspricht. Auch beim MEKA sind dieselben Pläne bekannt. Komisch und
tragisch, dass Entwicklungs- und Umweltverbände dieses Kleinbauerndumping
begriffen haben, aber die Bauernverbände im blinden Glauben an weltmarkfähige
Strukturen nicht. Die Studie kann bei der Kontaktadresse angefordert werden!
Regional ist Anti-Global
In dem Masse wie der Bioboom von den Discountern vereinnahmt und damit global
austauschbar geworden ist, entsteht ein neuer Trend regionaler Echtheit
(Authentizität). Obwohl Regionalvermarktung mit LEADER, Regionen Aktiv,
Naturparken usw. seit Jahren gefördert wird, ist der Durchbruch damit
eigentlich nirgends gelungen. Eigenständige neue Regionalvermarkter entwickeln
sich dagegen positiv. Markt funktioniert eben nicht wie Projektverwaltung, ist
die Erklärung der Akteure. Regionalvermarktung muss die Klammer der regionalen
Wertschöpfungskette sein und dazu fehlt den alten regionalen Ver-marktern
(z.B. Metzger, Wochenmärkte) das Bewusstsein ebenso wie Direktvermarktern oder
Mengen-erzeugern. Regionalvermarktung ist eine neue Unternehmenskultur und
braucht ehrliche öffentliche Anerkennung statt Profilierung. Neue Ideen für
finanzielle Anreize und Finanzierungsmodelle sind gefragt.
Kinotipp: WE FEED THE WORLD
Seit 27. April läuft dieser erfolgreiche Dokumentarfilm aus Österreich auch in
deutschen Kinos. Der Regisseur Erwin Wagenhofer hat sich auf die Spur unserer
Nahrungsmittel gemacht und die Menschen an den Orten ihrer Arbeit aufgesucht:
in den Gewächshauslandschaften von Andalusien, auf den Fischkuttern der
Bretagne oder auf dem Chefsessel von Nestlé. Roter Faden ist ein Interview mit
Jean Ziegler, dem UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. Der
Film stellt die zentralen Fragen zum Konsumverhalten und zur Verantwortung des
Einzelnen. Mehr unter
www.we-feed-the-world.at
Mit herzlichen Grüßen von den Schwarzwaldbergen
V.i.S.d.P. Siegfried Jäckle, 6.5.2006,
spittelhof at freenet.de
 
Tschernobyl,
Energiewirt, Gentechnik, Weidegras
"Fürchte dich nicht vor dem langsamen
Vorwärtsgehen,
fürchte dich nur vor dem Stehen bleiben" Chinesische. Weisheit
Liebe Mitglieder, Freunde und Gönner,
vor 20 Jahren, am 26. April 1986, geschah was im Glauben des Fortschritts
nicht vorkommt. Im 1800 km entfernten Atomkraftwerk Tschernobyl kam es zum
SUPERGAU und sein radioaktiver Niederschlag hat einen Landstrich von der
Ukraine über Skandinavien bis nach Süddeutschland verseucht. Über die Zahl der
Opfer und Siechenden gibt es nur Schätzungen.
Tschernobyl ist Symbol für Veränderungen (gewesen)
Wer im Vorfeld des 20. Jahrestages dieser Reaktorkatastrophe über eine über
eine Verlängerung der Laufzeiten der deutschen AKWs diskutiert, muss an die
Hilflosigkeit ihrer Vorgänger in den Tagen nach Tschernobyl erinnert werden.
Neben den direkten schwer fassbaren Gefahren für ganze Völker, waren die
Bauern die Leidtragenden des politischen Aktionismus, vom Salatunterpflügen
bis zum Weideverbot. Unweigerlich erinnert der politische Umgang mit der
Vogelgrippe wieder an Tschernobyl, wenn auch die Vogelgrippe für die
Bevölkerung weitaus weniger gefährlich ist, aber der weltweite Zynismus gegen
bäuerliche Selbstversorgung umso größer. Tschernobyl hatte zur Einsicht in
Gefahren gezwungen, die zuvor verdrängt worden sind. Dadurch hat nicht nur die
Anti-Atomkraftbewegung Auftrieb erhalten, Tschernobyl hat das
Umweltbewusstsein politisch gemacht. Aber erst wenige mutige Gruppierungen,
wie in der Schwarzwaldgemeinde Schönau, haben es geschafft, die
Energieversorgung in die eigene Hand zu nehmen.
Vom Landwirt zum Energiewirt!?
Unter dem Druck steigender Energiepreise jetzt die Rolle rückwärts zur
Atomkraft zu proben, untergräbt auch die Chancen der Land- und
Forstwirtschaft in der Energieerzeugung. Wackelt doch die Euphorie um
nachwachsende Rohstoffe ohnehin, weil sie auf Abliefermentalität und auf
Pflanzen und Methoden aufbaut, die noch teurer werdende Energie verbrauchen.
Eigentlich wäre die nachhaltige Forstwirtschaft und damit auch unser
Bauernwald diesem Ziel näher. Was fehlt ist die regionale Logistik. Doch daran
haben die alten, von globaler Energie gesteuerten Strukturen beim Holz ebenso
wenig Interesse, wie bei Milch und Fleisch. Nur Initiative von unten kann
diese Chancen für Schwarzwaldbauern nutzbar machen.
Papst Benedikt geißelt Gentechnik als Sünde
Bei seinem ersten Kreuzweg am Karfreitag hat Joseph Ratzinger als Papst neben
Armut und Elend in der Welt die Fortschritte in der Biotechnologie
angeprangert. Humangenetikern wirft das Oberhaupt der katholischen Kirche gar
vor, sie versuchten, "sich an Gottes Stelle zu setzen". Hoffentlich dringt
diese Botschaft auch zu unseren Regierenden mit C im Namen durch. Sie ist
nachzulesen in Deutsch unter
http://www.vatican.va/news_services/liturgy/2006/documents/ns_lit_doc_20060414_via-crucis_ge.html
Lesetipp:
MINIMUM - vom Vergehen und Neuentstehen unserer Gemeinschaft, ISBN
3-89667-291-6
Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung,
schildert in diesem Bestseller anschaulich was passiert, wenn jeder nur an
sich denkt und erinnert an die Mikroökonomie der Familien.
Termine für Schwarzwaldbauern:
Donnerstag 27. 04. 2006 LWA 19:45 Treffpunkt Unterbauernhof Brigach:
"Mehr Milch aus Gras - Wie können wir das billige Weidegras optimal nutzen?"
Mit herzlichen Grüßen von den Schwarzwaldbergen
V.i.S.d.P. Siegfried Jäckle, 23.4.2006,
spittelhof at freenet.de
 
Aktuelles, Fakten und Trends 08.04.2006
"Zuviel Vertrauen ist häufig
eine Dummheit, zuviel Misstrauen immer ein Unglück". Paul Jean
Liebe Mitglieder, Freunde und Gönner,
bei den Landtagswahlen vor 2 Wochen ist jede/jeder Zweite nicht zur Wahl
gegangen, auch auf dem Land. Mit der Verweigerung des Wahlrechtes demonstriert
eine neue Mehrheit ihr Gefühl, dass an die Stelle der Demokratie (Herrschaft
des Volkes) eine Oligarchie (Herrschaft der in den Parteien versammelten
Machtelite) getreten ist. Das Feiern von Wahlpartys mit Siegerlaune wirkt auf
diese Nichtwähler wie Hohn. Mehr Beachtung und Anerkennung verdienen deshalb
diejenigen Kandidaten, die sich wohl wissend, dass sie kaum eine Chance auf
ein Mandat haben, zur Wahl stellen und mit demokratischem Herzblut und auch
bäuerlichen Argumenten Stimmen gewinnen.
Was haben Vogelgrippe, Gentechnik und Gesundheitsreform gemeinsam?
Oberflächlich betrachtet natürlich nichts. Wer hinter die Kulissen blickt,
stößt aber nicht nur auf gleiche Strategien dieser politischen Highlights,
sondern auch auf dieselben Kräfte. So wird die Politik unter dem Druck weniger
globaler Konzerne nicht müde Wildvögel zur Vogelgrippegefahr für Verbraucher
zu erklären und mit Gentechnik und steigenden Kosten moderner Medizin eine
heile Zukunft mit neuen Arbeitsplätzen zu malen. Gott sei Dank gibt es auch
noch ein paar mutige Menschen in der Politik, wie
EU-Umweltkommissar Stavros Dimas beim EU-Kongress für Gentechnik in Wien in
dieser Woche bewiesen hat. Er ging öffentlich in Konfrontationskurs zur
Agrarkommissarin mit der Feststellung, dass das EU-weite Zulassungsprocedere
für GVO die Konsumenten nicht schütze und unsere Landwirtschaft einer nicht
ausreichend geprüften Risikotechnologie aussetze, weil die Langzeitrisiken von
Gentech-Pflanzen und Genfood zu wenig untersucht wären!
Führt die Verwaltungsreform zur Kleinstaaterei?
Je mehr oben über Bürokratieabbau geredet wird, umso mehr blüht sie unten. Die
ohnehin nicht mehr überschaubaren Merkblätter zum gemeinsamen Antrag von Bund
und Land werden in jedem Kreis durch zusätzliche Merkblätter und Formulare
ergänzt. Erkundigt man sich über den notwendigen Güllelagerraum nach der
novellierten Düngeverordnung, erhält man in jedem Landkreis mindestens eine
andere Auskunft. Noch bunter wird es, wenn man sich über das
Hygieneverordnungspaket erkundigt oder wenn kleinere Landwirte etwas bauen
wollen. Einzige Gemeinsamkeit ist der Verweis auf EU-Vorordnungen. Wir fragen,
ob die Streichung von Landschafts- und Bodenkultur im Namen der
Landwirtschaftsämter auch ein Zeichen der Entkoppelung von der regionalen
Landwirtschaft ist?
Die Weidekuh ist die Effizientere!
Höchste Milchleistungen bestimmen Milchkontrollberichte, Züchtversammlungen
und Zuchtvieh-schauen. Und das obwohl die Rinderreporte verschiedener Länder
seit Jahren nachweisen, dass nicht die absolute, sondern die Leistung aus
Grundfutter über die Rentabilität entscheidet, denn zwei Drittel unserer Milch
stammen heute aus Kraftfutter. Mehr Milch aus Grundfutter und vor allem vom
unbestritten billigsten Futter auf der Weide würde die Probleme um die
Offenhaltung des Schwarzwaldes mildern, zumal Weidemilch durch den höheren
Gehalt an Omega 3 Fettsäuren gesünder ist. Zwar sind derartige Denkansätze
(noch) nicht opportun, weil sie den Absatz von Kraftfutter usw. nicht fördern,
aber wir sehen darin die Chance für die Schwarzwaldbauern.
Unsere Teleakademie für Schwarzwaldbauern bietet das Wissen um die
effiziente Kuh
In der Telakademie für Schwarzwaldbauern bündeln wir all das Wissen für
nachhaltiges Leben und Arbeiten auf dem Schwarzwaldhof, unabhängig und
unkonventionell. Einfach reinschauen über unsere Homepage
www.forumproschwarzwaldbauern.de und ein Probeabo anfordern oder unseren
nächsten Erfahrungsaustausch besuchen am Mittwoch 12. April um 20 Uhr im Engel
in Brigach.
Mit herzlichen Ostergrüßen
V.i.S.d.P. Siegfried Jäckle, 8.4.2006,
spittelhof at freenet.de
 
Aschermittwoch mit Martin Ott - Die Kuh lässt sich nicht globalisieren
(12.3.2006)
Liebe Mitglieder, Freunde und Gönner,
Martin Ott von Genau/Rheinau hat uns beim Aschermittwochsgespräch mit seiner
Zukunftsreise den Weg aufgezeigt, wie die bäuerliche Landwirtschaft die
Führungsrolle in eine nachhaltige Zukunft übernehmen kann. Vergleicht man
seinen spannenden Vortrag mit unserem Landtagswahlkampf, kommen Zweifel an der
Zukunftsorientierung unserer Politik auf. Baut doch die amtierende Politik in
Berlin und Stuttgart die Leitplanken für die bäuerliche Landwirtschaft (2.
Säule = Bergbauernzulage und MEKA; Gentechnikgesetz usw.) gerade ab. Um
Enttäuschungen über diese sog. Sonnleitner'sche
Bauernbefreiung nach der Landtagswahl zu ersparen, sollte man jetzt genau
hinhören und hinterfragen, wer tatsächlich auf der bäuerlichen Seite und für
faire Preise für die Bauern steht!
Am Anfang steht die Einsicht
Der von Martin Ott aufgezeigte Weg in die Zukunft der bäuerlichen
Landwirtschaft basiert auf der Einsicht für nachhaltiges Wirtschaften. Nur
gebetsmühlenartig die Verbraucher zu ermahnen, heimische Produkte zu kaufen,
reicht dazu nicht. Vielmehr ist Mut gefordert, zu begreifen und sich und
anderen bewusst zu machen, was nachhaltige Landwirtschaft ist:
Einsicht 1: Die Landwirtschaft ist keine Industrie!
Nachhaltige Landwirtschaft ist boden- und naturgebunden, dezentral und
saisonal. Sie nutzt ihre Ressourcen effizient, d.h. sie erzeugt mehr Kalorien
als sie an Energie hineinsteckt. Bei der heute in der Regel von Politik, Lehre
und Beratung noch forcierten industriellen Landwirtschaft ist das umgekehrt,
sie verbraucht wie die Industrie mehr Energie als sie produziert.
Einsicht 2: Die Kuh lässt sich nicht globalisieren!
Mit der Kuh sind die Bauern sesshaft geworden, weil sie es mit ihrem Mist
ermöglicht hat, dort zu bleiben wo sie frisst. Seit wir den Kühen (und anderen
Tieren) aber Futter von der ganzen Welt zu fressen geben, ist aus dem
Kreislauf ein Teufelskreis für Bauern, Umwelt und Gesundheit (Seuchen)
geworden. Die Mailanlage aus der SZ offenbart am Beispiel Vogelgrippe heutige
Zusammenhänge.
Einsicht 3: Regionen sind Versorgungsgemeinschaften!
Nachhaltigkeit hat ihre Wurzeln immer in den Regionen. Hier hat die bäuerliche
Landwirtschaft die Menschen geboren, ernährt und ihnen Heimat und Identität
gegeben. Heimatlose Touristiker und Politiker versuchen heute diese
Landschaften als Idylle zu vermarkten und wundern sich, dass die
erhofften Effekte für die Region ausbleiben. Was fehlt, ist das Bewusstsein um
die natürlichen und wirtschaftlichen Zusammenhänge in der Region, eben um die
bäuerliche Kultur.
Nicht Subventionen, sondern Köpfe retten die bäuerliche Landwirtschaft
Damit das Wissen um die natürlichen Zusammenhänge und die bäuerliche Kultur
nicht verloren geht und für eine nachhaltige bäuerliche Entwicklung überhaupt
Wissen zugänglich wird, haben wir die Teleakademie für Schwarzwaldbauern
gegründet. Sie bringt mit modernen Medien Impulse von
Vordenkern für eine nachhaltige Landwirtschaft auch auf die abgelegen
Schwarzwaldhöfe.
Einfach reinschauen und Schnupperabonnement anfordern unter
www.forumproschwarzwaldbauern.de
Einen unserer Dozenten können Sie life erleben: Alois Burgstaller aus Wien
spricht und diskutiert
am Freitag 17. März 2006 um 20 Uhr im Ev. Gemeindehaus in Tennenbronn
zum Thema: Mit weniger Aufwand mehr erreichen.
Herzliche Grüße
V.i.S.d.P. Siegfried Jäckle , 12.3.2006,
spittelhof at freenet.de
 
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03.02.12
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