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Darm
Chronische Erkrankungen - Selbsthilfegruppen
   

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Darm, Magen, Verdauung, ...

Blick nach Osten am Dreisamuferweg beim Ebneter Wasserwerk hoch zum Hinterwaldkopf am 22.2.2007
Blick nach Osten am Dreisamuferweg beim Ebneter Wasserwerk hoch zum Hinterwaldkopf am 22.2.2007

 

Vorsorgedarmspiegelung ist Goldstandard

Leider entsteht beim Leser der Eindruck, dass eine Darmspiegelung einer Darmkrebserkrankung nicht vorbeugen kann. Damit steht diese Aussage konträr zum Bemühen der Fachgesellschaften, die Vorsorgedarmspiegelung zu etablieren. Die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten, die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie und die Deutsche Krebsgesellschaft sehen die Darmspiegelung als Goldstandard für die Darmkrebsfrüherkennung an. Es gehört nicht zur Grundvoraussetzung einer Darmspiegelung, dass Patienten nur von Magen-Darm-Spezialisten gespiegelt werden sollten. Auch dieser Eindruck wird im Artikel vermittelt. Vielmehr ist es wichtig, dass der Untersucher die entsprechende Expertise vorweisen kann. Zudem hat die Entdeckung neuer gutartiger Geschwulste in den letzten Jahren zu einem Umdenken geführt, was in der zitierten Studie nicht berücksichtigt wird. Zum Zeitpunkt der Analyse der Patientendaten (1996–2003) existierten diese Kenntnisse noch nicht. Bei bestimmten Polypenarten, welche früher als "gutartige Polypen" fehlinterpretiert wurden, konnte in den letzten Jahren nachgewiesen werden, dass sie zu Darmkrebs entarten können (serratierte Adenome). Teilweise ist diese Art der Polypen sogar sehr aggressiv. Besonders im rechtsseitigen Dickdarm sind sie tückisch. Sie wurden also nicht unbedingt "übersehen", sondern durch den damaligen Kenntnisstand falsch gedeutet
10.1.2009, Dr. med. Konrad van Aaken, Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie, Hämatologie und internistische Onkologie, Loretto-Krankenhaus, Freiburg

 

Die Krankheiten entstehen im Darm - F.X.Mayr

Dr. Michael Zimmermann aus Badenweiler führt nahezu jedes schlechte Befinden und jede Krankheit auf eine Selbstvergiftung aus dem Darm zurück. Mit Erfolgsgeschichten gespickt war sein Vortrag und begleitet von einer wahren Fangemeinde seiner "Patienten-Freunde" . Mehr als 200 Zuhörern machte er mit bestechender Logik und unterhaltsamer Rhetorik klar, dass bei den meisten Menschen der Verdauungstrakt tiefgreifend gestört ist.

Beinträchtigt sind auch Körper, Geist und Seele. Die Gifte könne man nur umgehen, wenn man für eine bestmögliche Funktion der Entgiftungs- und Ausscheidungsorgane Leber, Darm, Niere, Lunge und Haut sorge. Der Darm sei mit rund zehn Metern Länge und einer Oberfläche von 4000 Quadratmetern das Zentrum des Immunsystems, die Energie- und Versorgungszentrale des Organismus. Über 100 Millionen Nervenzellen steuern von hier aus lebenswichtige Prozesse. Gase, Völlegefühl, Unbehagen, Verstopfung oder breiiger Stuhlgang seien Anzeichen bakterieller Zersetzung, bei der sich starke Gifte bilden können wie Formaldehyd, Methylalkohol und Leichengifte. Schwefelwasserstoff und Methangase sorgen darüber hinaus für eine Überdehnung des Darms und lassen ihn erschlaffen. Das wiederum führt zu  Aussackungen, so genannten Divertikeln, in der Darmwand, bläht den Bauch auf und belastet Herz und Lunge. Die Darmwand wird dünner und büßt an Selbstreinigungskraft ein. Es kommt zur Verschlackung. Durch bakterielle Zersetzung der Rückstände entstehen Giftstoffe, die über den Stoffwechsel in die Blut- und Lymphbahnen gelangen. Der österreichische Arzt und Wissenschaftler Franz Xaver Mayr erklärte so bereits vor 100 Jahren viele für die Schulmedizin rätselhaften Erkrankungen und schwor auf eine Entgiftungstherapie des Verdauungstraktes. Für die diplomierten Mayr-Ärzte wurzeln Krankheit und Tod im Darm. Eine Erkenntnis, die schon in der Antike Bestand hatte. Migräne, Rheuma, Allergien, Psoriasis, Herz-Kreislauferkrankungen, Multiple  Sklerose, Magen- und Darmleiden, Neurodermitis, Krebs, Depressionen und sogar Autoimmunkrankheiten wie Colitis ulcerosa sind laut Zimmermann meistens durch eine Darmsanierung zu heilen oder zu vermeiden. Stattdessen würden müde, lethargische, leistungsschwache, depressive Menschen oft einfach auf der psychosomatischen Schiene geparkt. Ein Dorn im Auge ist ihm besonders die Roh- und Vollwertkost. Die Freunde dieser Ernährung seien die kränksten Patienten, behauptet der seit 30 Jahren praktizierende Mayr-Arzt. Die alkoholische Vergärung der Rohkost sorge für Beschwerden, Störungen und Krankheiten sowie für frühe Alterungsprozesse. Nicht, was jemand esse, komme ihm zugute, sondern was er verdauen kann, nämlich leicht gegarte Kost. Die Asiaten ernähren sich vorbildlich, so Zimmermann. Krankheiten erkennt er an der Haltung eines Menschen, an der Wirbelsäule, der Ausprägung des Brustkorbes, an Haut und Schleimhäuten, Nägeln, Haaren und Augen. "Ein kundiger Arzt fragt nicht, was dem Patienten fehlt. Er untersucht und teilt es ihm mit." Eine Darmsanierung durch Spülung, leicht verdauliche Nahrung, gegebenenfalls Heilfasten und eine neue Esskultur sind bei ihm die Mittel der Wahl. Massagen kommen hinzu. Den Zuhörern empfahl er morgens und abends Einläufe. Immerhin entstünden im Enddarm weit über die Hälfte aller Darmkrebse. Regelmäßige Hygiene sei deshalb nicht nur am Anfang des Darmes, im Mund, sondern auch an seinem Ende angesagt. Bis zu vier Liter Wasser und Kräutertees entschlacken über die Niere. Fette, schwere Abendessen sind wie Roh- und Vollwertkost zu meiden. Tägliche feuchtheiße Leberwickel, Wechselduschen und Bürstenmassagen  wirken heilend, genauso Musik und Meditation. 
mod, 20.10.2008, BZ  

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